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Die Religion des Veda c9.s2.25

Die Religion des Veda c9.s2.25

Language
German

c9.s2.25

„In der südöstlichen Zwischengegend³) teilen sie⁴) einen Platz ab, der sich der Länge nach in derselben Richtung erstreckt. Eben dahin sollen sie bei der Vollziehung der Riten das Gesicht kehren.“ Es wird nun beschrieben, wie das Opferfeuer an seine Stelle gebracht und die für die Toten bestimmte Speise bereitet wird: eine Mischung von Reis und Fleisch¹). Dann läßt man drei Gruben graben, eine Spanne lang, vier Finger breit und ebenso tief; man streut darauf Darbhagras. Brahmanen in ungerader Zahl²) setzen sich nieder; mit ihrer Erlaubnis vollzieht der Opferer Spenden an Soma den mit den Vätern Vereinten und an Agni den Beförderer der Totenspenden. Ein Feuerbrand wird neben den Gruben hingelegt, um die bösen Dämonen zu vertreiben, die sich unter die Väter eingeschlichen haben könnten. Der Text fährt dann fort: „Darauf ruft er die Väter herbei: ‚Kommt, ihr Väter, ihr Somafreunde, auf euren tiefen, alten Pfaden. Gebt uns hier schönen Besitz, laßt uns Reichtum haben und unversehrte Mannen‘. Dann soll er Wassergefäße bei den Gruben niedersetzen. Mit der linken Hand soll er das Wassergefäß fassen und es von rechts nach links über das Darbhagras in der östlichen Grube ausgießen und den Namen des Vaters nennen: ‚N. N. wasche dich, und die dir folgen und denen du folgst. Dir die Totenspende!‘³). Nachdem er Wasser berührt hat⁴), macht er es ebenso für die beiden anderen⁵). Mit der linken Hand soll er den Opferlöffel fassen, von der zusammengerührten Speise den dritten Teil abschneiden und es von rechts nach links auf dem Darbhagras in der östlichen Grube niederlegen und den Namen des Vaters nennen: ,N. N., das ist der Kloß für dich und die dir folgen und denen du folgst. Dir die Totenspende!‘ Nachdem er Wasser berührt hat, macht er es ebenso für die beiden anderen. Wenn er die Namen nicht weiß, lege er den ersten Kloß nieder mit den Worten: ,Spende sei den Vätern, die auf Erden weilen!‘, den zweiten mit den Worten: ,Spende sei den Vätern, die in der Luft weilen!‘, den dritten mit den Worten: ,Spende sei den Vätern, die im Himmel weilen!‘¹). Nachdem er sie niedergelegt hat, murmelt er: ,Hier, ihr Väter, erfreut euch; stürzt euch brünstig jeder auf sein Teil!‘ Dann dreht er sich weg²), und indem er sich zurückdreht ohne einen Atemzug getan zu haben, murmelt er: ,Die Väter haben sich erfreut; sie haben sich brünstig jeder auf sein Teil gestürzt!‘ (Dann spendet er den Vätern in ähnlicher Weise Salbe, Sesamöl, Wohlgerüche.) Hierauf bittet er sich von ihnen los. Auf die östliche Grube legt er die beiden Hände, die Innenseite der Rechten nach oben gekehrt, mit dem Spruch: ‚Verehrung, ihr Väter, eurem Leben! Verehrung, ihr Väter, eurem Getön!‘ Auf die mittlere, so daß die Innenseite der Linken nach oben gekehrt ist, mit dem Spruch: ‚Verehrung, ihr Väter, eurer Fruchtbarkeit! Verehrung, ihr Väter, eurem Lebenssaft!‘ Auf die letzte, so daß die Innenseite der Rechten nach oben gekehrt ist, mit dem Spruch: ‚Verehrung, ihr Väter, eurer Geisterspeise! Verehrung, ihr Väter, eurem Zorn!‘ Dann murmelt er mit zusammengelegten Händen: ‚Verehrung euch, ihr Väter! Ihr Väter, Verehrung euch!‘ Er blickt das Haus an: ‚Gebt uns ein Haus, ihr Väter!‘ Er blickt die Klöße an: ‚Mögen wir haben, ihr Väter, davon wir euch spenden¹)‘.“ Zum Schluß wird angegeben, daß er wie vorher die Klöße so jetzt Stücke von Gewebe — andere Texte nennen daneben auch Haar vom Körper des Opferers — den Vätern als ihr Kleid spendet²). Von den Klößen soll seine Gattin den einen essen, wenn er sich Söhne wünscht; dazu ein Vers, in dem die Väter angerufen werden, männliche Leibesfrucht zu verleihen. Die anderen Klöße sollen ins Wasser oder ins Opferfeuer geworfen werden oder man soll sie einem Brahmanen zu essen geben oder sie einer Kuh vorwerfen.