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Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.4

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s4.4

Language
German

c3.s4.4

§ 23. Dritte Periode. — Hauptquellen. — Als grundlegende Werke dieser Periode dürfen vier sogen. Siddhāntas angesehen werden. Varāha-Mihira, der im 6. Jahrhundert unserer Ära eine Übersicht über die damals anerkannten astronomischen Hauptwerke gab, macht fünf solcher namhaft; von diesen gehört aber eines, der Paitāmaha-Siddhānta, seinem Charakter nach völlig unserer zweiten Periode an und ist deshalb von uns schon oben erwähnt worden. Von einem der weiteren vier Siddhāntas, dem Vāsiṣṭha-Siddhānta, könnte gesagt werden, dass er eine Übergangsstellung einnimmt; seine Lehre ist jedoch so weit über die zweiten Periode vorgeschritten, dass er am besten der dritten Periode zugerechnet wird. Die drei anderen sind der Pauliśa-, der Romaka- und der Saura-(Sūrya-)Siddhānta. Wir betrachten hier zuerst den letzteren, obwohl wir durchaus nicht bestimmt sagen können, dass er der älteste von den vier Siddhāntas ist. Er ist aber das eigentlich typische Werk der neuen Entwicklungsstufe und hat sich bis auf die Gegenwart in Ansehen und Einfluss behauptet, während die drei anderen Werke schon frühe in Vergessenheit geraten zu sein scheinen. Dazu kommt, dass der S. S. uns vollständig vorliegt, wenn schon in einer Form, die von der dem V. M. bekannten vielfach abweicht, während wir für die drei anderen Siddhāntas fast gänzlich auf die in der Pañcasiddhāntikā gegebene höchst concise — und teilweise noch unerklärte — Darstellung ihrer Lehren angewiesen sind.

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