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Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.15.2

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.15.2

Language
German

c3.s5.15.2

die Differenzen sind so heterogen, dass sie sich aus einer methodischen Umwandlung, die mit einem und demselben Werte der Präcession operirte, nicht erklären lassen; und dazu kommt noch, dass, wie schon bemerkt, die Kenntnis der Präcession im früheren Teil dieser Periode den indischen Astronomen ganz gefehlt zu haben scheint. Zu weiterem Bedenken freilich geben die Fälle Anlass, wo der S. S. richtigere Werte hat als Ptolemäus. Dahin gehört z. B. die Angabe des S. S. über die Lage des Sonnen-Apogäums, welche bedeutend besser ist als die entsprechende bei Ptolemäus; dann die Bestimmung des Betrags der grössten Centrumsgleichung der Sonne, in welcher die indische Astronomie der Wahrheit ebenfalls bedeutend näher kommt als die uns bekannte griechische; ferner die Abschätzung des jährlichen Betrags der Präcession auf 54″, verglichen mit der auf 36″ bei Ptolemäus, und Ähnliches mehr. Die Discrepanzen dieser Classe verdienen jedenfalls eine gründlichere Untersuchung, als sie bisher gefunden haben. Immerhin glaube ich nicht, dass die Forschung schliesslich zu dem Schluss kommen sollte, dass wir es hier mit gänzlich unabhängigen indischen Bestimmungen zu tun haben. In erster Linie ist die schon erwähnte Thatsache im Auge zu behalten, dass wir durchaus nicht mit all den griechischen Bestimmungen und Hypothesen bekannt sind, welche auf das indische System Einfluss gehabt haben mögen.