Pramāṇa · Search · About · API

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.36

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.36

Language
German

c3.s5.36

der Abfassung ihres Handbuchs zusammenfällt, oder doch wenigstens nicht weit von demselben abliegt. Die Abfassung der P. S. fällt so jedenfalls in die erste Hälfte des sechsten christlichen Jahrhunderts. Die Bedeutung des Werkes erhellt genugsam aus dem, was oben über die grundlegenden Siddhāntas gesagt worden ist; erst seitdem die P. S. bekannt geworden, sind wir befähigt, uns über die ältere Periode der wissenschaftlichen indischen Astronomie ein Urteil zu bilden. Dem, was unter den einzelnenen Siddhāntas über den Inhalt der P. S. berichtet worden ist, ist hier wenig beizufügen. V.M., unschätzbar als Berichterstatter, scheint kaum irgend welche Verdienste als selbständiger Astronom zu haben; an einer Stelle lehrt er, wie die mittleren Planetenörter, nach dem S. S. berechnet, zu verbessern seien. Der Form nach ist die P. S. ein Karaṇa, oder — um es genauer zu bezeichnen — sie stellt die Lehren der grundlegenden Siddhāntas in Karaṇa-Form dar. V.Ms. Werk ist das älteste Beispiel dieser Klasse, von allen späteren Werken auch dadurch unterschieden, dass es die Methoden verschiedener Siddhāntas praktisch anzuwenden lehrt, nicht nur die eines einzigen. Leider ist der Text der P. S. nur in sehr verderbter Gestalt erhalten, so dass nicht nur eine Reihe einzelner Stellen bis jetzt unerklärt geblieben sind, sondern es auch von einigen ganzen Abschnitten des Werkes nicht sicher ist, mit welchem der fünf Siddhāntas sie sich beschäftigen. Dazu kommt der Mangel eines alten Commentars. Trotz seiner ungemeinen Wichtigkeit scheint das Werk in Indien schon frühe in fast völlige Vergessenheit geraten zu sein, während die astrologischen Werke V.Ms. bis auf die jetzige Zeit eine autoritative Stellung behauptet haben.