Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.43
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.43
- Language
- German
c3.s5.43
§ 37. Dritte Periode. — Die Zeit zwischen Brahmagupta und Bhāskara. — Aus dem ziemlich langen Zeitraume zwischen Brahmagupta (7. Jahrhundert) und Bhāskara (12. Jahrhundert) sind uns verhältnismässig wenige astronomische Autoren bekannt. Lalla und der zweite Āryabhaṭa, die wahrscheinlich hierher fallen, sind schon oben erwähnt worden. Weiter ist zu nennen Muñjāla, der um Saka 854 ein kleines Laghumānasa genanntes Karaṇawerk verfasste, von welchem Handschriften erhalten sind. PANDIT SUDHĀKAR DVIVEDĪ weist darauf hin, dass in diesem Werk eine zweite Gleichung zur Berechnung der wahren Mondörter gelehrt wird; und Ś. B. DIKṢIT bemerkt, dass Muñjāla der erste Verfasser eines nicht als inspirirt geltenden Lehrbuches ist, der die Thatsache der Präcession zweifelhaft anerkennt. Einige Citate aus Muñjāla, die von späteren Autoren gemacht werden, finden sich nicht in dem erhaltenen Laghumānasa; vermutlich war er der Verfasser auch anderer Werke. Ś. B. DIKṢIT identificirt, unzweifelhaft mit Recht, einen bei Albērūnī genannten Punchala, der ein kleines Mānasa verfasste, mit unserem Muñjāla; sein Werk soll nach Albērūnī ein Auszug aus einem grossen von Manu verfasstem Mānasa sein. — Weiter ist hier zu nennen Bhojarāja — auch als Verfasser eines Commentars zu den Yogasūtren bekannt —, welcher um Saka 964 ein Rājamṛgāṅka genanntes Karaṇawerk verfasste; ferner Brahmadeva, der um Saka 1014 einen Karaṇaprakāśa schrieb; und Satānanda, von dem wir einen bekannten, Bhāsvatī betitelten, Karaṇa-grantha haben, der sich an den S. S. anschliesst und als Ausgangspunkt der Berechnungen Saka 1021 hat.
Linked texts (6)
- Sūryasiddhānta — Maya, Sanskrit
- Yogasūtra — Patañjali (author of the Yogasūtra), Sanskrit
- Karaṇaprakāśa — Brahmadeva, Sanskrit
- Bhāsvatī — Śatānanda, Sanskrit
- Rājamṛgāṅka — Bhoja, Sanskrit
- Laghumānasa — Muñjāla, Sanskrit