Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.52
Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.52
- Language
- German
c3.s5.52
Gaṇeśa, der Sohn des selbst als astronomischen Schriftstellers bekannten Keśava, verfasste im Jahre Śaka 1442 ein Karaṇawerk, Grahalāghava genannt, zur leichten Vollziehung der gewöhnlichen astronomischen Berechnungen. Dies Handbuch, das seine Elemente aus den verschiedenen älteren Siddhāntas auswählt, ist bis auf die heutige Zeit in allgemeinem Gebrauche geblieben, und man mag deshalb nach den aus seinen Regeln folgenden Resultaten beurteilen, wie weit es die indische Astronomie in der Genauigkeit der Berechnung gebracht hat. Bei ŚBD. findet sich (p. 262) eine Vergleichung der sich aus dem Grahalāghava ergebenden mittleren Längen der Himmelskörper zu Anfang des Śaka-Jahres 1442 mit den nach modernen Methoden berechneten, und (p. 414 ff.) eine allgemeine Vergleichung der Elemente des Hindu-Kalenders für die jetzige Zeit, wie sie aus den beiden genannten Autoritäten folgen. Das Grahalāghava hat es jedenfalls verstanden, die nach indischen Methoden auszuführenden Rechnungsprozesse in durchaus praktischer Weise zu vereinfachen, ohne dabei der Genauigkeit zu nahe zu treten; und seine Auswahl der astronomischen Elemente aus verschiedenen Autoritäten beruht offenbar auf einer sorgsamen Vergleichung der Resultate der verschiedenen Regeln mit der Beobachtung. Das Werk ist verschiedene Male veröffentlicht worden. Die Commentare sind bei SBD. angegeben, ebenda und in der Ga. Ta. die anderen, weniger bedeutenden, Werke Gaṇeśas. SBD. 259–67; Ga. Ta. 58–63.
Linked texts (1)
- Grahalāghava — Gaṇeśa Daivajña 1520, Sanskrit