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Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.6

Astronomie, Astrologie und Mathematik c3.s5.6

Language
German

c3.s5.6

der Ahargaṇa in der gewöhnlichen Weise berechnet werden kann, emancipirt sich aber zugleich von den grossen traditionellen Perioden, die sonst angewendet werden. Kein anderes indisches Werk bedient sich ferner des tropischen Jahres. Die Regel, welche V.M. nach dem Ro. Si. zur Berechnung des Ahargaṇa aufstellt, gibt Resultate für den Meridian von Yavanapura, nicht für den von Ujjayinī. Die Länge des Sonnen-Apogäums wird auf 75° angegeben. Die Centrumsgleichungen der Sonne werden für 15 zu 15° der Anomalie angegeben; die grösste Gleichung ist nahezu identisch mit der von Hipparch und Ptolemäus angenommenen, während der gewöhnliche indische Wert erheblich geringer ist als der der griechischen Astronomen. Eine allgemeine Regel zur Berechnung der Centrumsgleichungen fehlt, für Sonne sowohl als Mond. Die grösste Centrumsgleichung des Mondes wird auf 4° 56' angegeben. Die Regeln zur Berechnung von Eklipsen sind von dem allgemeinen indischen Charakter, doch weniger genau als die des Sūrya-Siddhānta. Der Ro. Si. scheint sich auf die Bewegungen der Sonne und des Mondes beschränkt zu haben; wenigstens enthält die P. S. keine Angaben über die Planeten nach diesem Siddhānta. Das Werk scheint im ganzen genauere Regeln gegeben zu haben als der Pauliśa-Siddhānta, dagegen dem S. S. nachgestanden zu haben. V.M. nennt den S. S. »spaṣṭatara« als die beiden anderen Siddhāntas.