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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.15

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.15

Language
German

c11.15

F. Stein. — Steine der verschiedensten Art, vom ungeglätteten oder geglätteten Basalt- oder Lateritblock (*śilāphalaka*) bis zur künstlerisch behandelten Säule (*śilāstambha*) und Prismen von Krystall sind seit der ältesten Zeit das gewöhnlichste Material gewesen, um Documente, wie Aśoka sich ausdrückt, *ciraṭṭhitika* zu machen. Dabei ist es gleichgültig, ob dieselben officiell oder privater Natur sind, ob sie königliche Proclamationen, Sendschreiben, Schenkungen, Staats- oder Privatverträge, oder poetische Ergüsse, insbesondere Gelegenheitsgedichte enthalten. Es finden sich sogar einige Beispiele von der Einmeisselung grösserer, literarischer Werke wie der Dramen des Cāhamānakönigs Vigraha IV. und seines Hofdichters Somadeva in Ajmīr³² und des in Sarga geteilten Sthalapurāṇa eines Jaina-Dichters in Bijholli, dessen Abklatsche (unpubliciert) ich FÜHRER und G. H. OJHA verdanke.

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