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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.14

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.14

Language
German

c11.14

Wenn, wie meist der Fall ist, mehrere Platten für ein Document nötig waren, so wurden sie durch einen oder zwei Kupferringe verbunden, welche durch runde Löcher in der Platte (im Süden, an der linken Seite, oder in anderen Gegenden Indiens, in dem unteren Teile der 1., dem oberen der 2., dem unteren der 3. u. s. w.) gehen. Die Ringe entsprechen den Bindfäden, welche die Palmblatt-MSS. zusammenhalten und sie machen viele *tāmraśāsana* zu kleinen Bändchen, die man bequem aufschlagen kann.²⁸ Die Zeilen laufen stets, ausser in den Kupferplatten von Vijayanagara, der Breitseite parallel. Die Buchstaben sind gewöhnlich eingemeisselt (BURNELL), seltener mit einem Griffel (vgl. S. 20) eingeritzt. Um die Schrift zu schützen sind die Ränder häufig verdickt²⁹ und bleibt die Aussenseite der ersten und letzten Platte unbeschrieben. Votivinschriften auf den Basen von kupfernen Statuen kommen mehrfach vor, eine einzige Praśasti findet sich auf einer eisernen Säule, dem sogenannten Iron Pillar von Delhi.³⁰ Die Inschriften und Embleme auf den kupfernen Siegeln der Platten sind erhaben und durch Prägung oder durch Guss hergestellt. Nach Bāṇa³¹ war das Siegel des Königs Harṣa von Gold.

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