Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.23
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.23
- Language
- German
c11.23
B. Kupferplatten. — Sehr eigentümlich scheint die Aufbewahrung der Kupferplatten bei Privaten gewesen zu sein. Wie die Umstände bei vielen Funden z. B. in Valā (Valabhī) zeigen, wurden sie häufig in die Wände oder selbst die Fundamente der Häuser der Besitzer eingemauert. Ebenso häufig wurden sie in kleine Behälter aus Ziegelsteinen mitten in den Feldern, deren Schenkung sie beurkundeten, niedergelegt. Die Finder oder auch arme Besitzer verkauften sie oft an Händler (Vāṇiā) oder verpfändeten sie denselben. Durch diese Sitte sind die oft bedeutend weiten Wanderungen der Platten und Siegel zu erklären. Die Originale, nach denen die Kupferplatten angefertigt sind, wurden wahrscheinlich in den königlichen Kanzleien aufbewahrt, deren Archivare (*akṣapaṭalika*, *akṣaśālika*, *akṣaśālin*) oft erwähnt werden.