Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.22
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.22
- Language
- German
c11.22
Dass es schon früh bedeutende Privatbibliotheken gegeben haben muss, folgt z. B. daraus, dass Bāṇa (ca. 620 p. Chr.) einen eigenen Vorleser (*pustakavācaka*) hielt, dessen Manipulationen mit dem Vāyupurāṇa im Harṣacarita, 95 (Nirṇay. Sāg. Ed.) beschrieben werden. BURNELL'S Angaben⁹ über die schlechte Behandlung der MSS. durch die Brahmanen werden selbst für Südindien schwerlich allgemein gültig sein. In Gujarat, Rajputana, dem Marathenlande, in Nord- und Centralindien habe ich, neben manchen verwahrlosten, ganz vorzüglich gehaltene Bibliotheken im Besitze von Brahmanen und Jaina-Mönchen gesehen. Die Behandlung der Bücher hängt meistens nur von dem Grade des Wohlstandes der Besitzer ab¹⁰.
Linked texts (2)
- Vāyupurāṇa — Vyāsa, Sanskrit
- Harṣacarita — Bāṇabhaṭṭa, Sanskrit