Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.s1.5
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.s1.5
- Language
- German
c11.s1.5
Die Angaben über die Herstellung der Śāsana auf Kupfertafeln sind ungenauer und spärlicher. Gewöhnlich wird nur der Schreiber genannt, der meist ein höherer Beamter, Minister, (*amātya*, *sāṃdhivigrahika*, *rahasika*) oder ein General (*senāpati*, *balādhikṛta*) ist. Statt solcher kommt mitunter ein *sūtradhāra*²⁰ oder *tvaṣṭā*²¹ als Schreiber vor, der aber in Wirklichkeit wohl nur die Gravierung besorgt hat. Nur selten und in später Zeit wird gesagt, durch wen die Platte graviert (*utkīrṇa*, *unmīlita*) ist. Als Graveure werden meist verschiedene Handwerker genannt, ein *lohakāra* oder *ayaskāra*²², womit der Kansār oder Kupferschmied der heutigen Zeit gemeint sein wird, ein *sūtradhāra*²³, »Steinmetz«, *hemakāra* oder *sunara*²⁴ (wahrscheinlich für *soṇāra*) »Goldschmied«,« ein *śilpin*²⁵, oder *vijñānika*²⁶ »kunstfertiger Handwerker.«