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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.s1.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c11.s1.4

Language
German

c11.s1.4

Wie die Notizen am Ende verschiedener Inschriften zeigen, wurden von den auf Stein eingemeisselten poetischen Praśasti, Kāvya u. s. w., gewöhnlich durch einen Schreiber eine Reinschrift hergestellt, welche der Steinmetz (*sūtradhāra*, *śilākūṭa*, *rūpakāra*, *śilpin*) benutzte.¹⁷ Hiermit stimmt, was ich selbst in einem Falle gesehen habe. Der Steinmetz erhielt ein Blatt mit der Reinschrift des einzumeisselnden Documentes, einer Tempelinschrift, das genau die Grösse des zu benutzenden Steines hatte, zeichnete die Buchstaben danach unter der Aufsicht eines Pandit auf den Stein und meisselte sie dann ein. In einigen Fällen dagegen behaupten die Autoren, dass sie selbst die Arbeit des Steinmetzen gethan haben¹⁸ und in einigen andern sagen die Steinmetzen, dass sie die Reinschrift besorgt haben¹⁹.