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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s9.2

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c32.s9.2

Language
German

c32.s9.2

CALAND hat durch die Bearbeitung und Erklärung des Kau. Sū. in seinem wichtigen Werke über »Altindisches Zauberritual«³ dieses ebenso interessante als schwierige Buch dem allgemeinen Verständnis näher gerückt und die indische Volksmedicin auch mit den ähnlichen Vorstellungen und Gebräuchen der nordamerikanischen Indianer, der alten Römer und Deutschen und anderer Völker parallelisirt. Freilich erwecken diese oft überraschenden Parallelen keine hohe Meinung von der vedischen Medicin, vielmehr sieht das Kau. Sū. den Zauberbüchern nordamerikanischer Indianerstämme oft zum Verwechseln ähnlich; die Besprechungen und Beschwörungen der Atharvans sind aber doch als die Grundlage der späteren medicinischen Wissenschaft zu betrachten⁴. Auch WINTERNITZ kommt in einer kurzen, aber übersichtlichen Darstellung der altindischen Volksmedicin zu dem Ergebnis, dass in Indien wie anderwärts der Arzt der directe Nachkomme des Hexenmeisters und Zauberers ist⁵. Schon früher hat ein französischer Arzt, Dr. P. CORDIER, die medicinischen Stellen im RV. und AV. sowohl als in den Upaniṣads, Epen und Gesetzbüchern sorgfältig zusammengestellt und besprochen⁶.

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