Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s6.7
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s6.7
- Language
- German
c33.s6.7
Von den acht obigen Operationen wird das Ausschneiden empfohlen bei Mastdarmfistel, durch Schleim verursachten (unreifen) Knoten, dunkeln Muttermalen, brandigen Wundrändern (?), Tumoren, Hämorrhoiden und ähnlichen Auswüchsen (*carmakīla*), Fremdkörpern in den Knochen oder im Fleisch, haarigen Muttermalen, Fleischauswüchsen (im Gaumen), geschwollenen Mandeln, fauligen Geschwüren an den Sehnen, dem Fleisch oder den Adern, Knötchen am Hals und anderen Körperteilen, Geschwüren am Penis (*śataponaka*), einer roten Geschwulst im Gaumen (*adhruṣa*), Abscessen am Penis, Fleischgeschwulst (in der Vagina?), Geschwulst am Weisheitszahn. Einschnitte eignen sich für tiefliegende Abscesse, Knoten, Rose, Hodengeschwulst, Abscesse an den Hoden oder Achselhöhlen, von Harnruhr entstehende Furunkeln, Geschwülste (*śopha*), Erkrankungen der Mammae, Pusteln am Penis, Cysten an den Augenlidern, Geschwüre auf dem Fuss, Fisteln, die Halsgeschwülste *vṛnda* und *ekavṛnda*, die Penisgeschwüre *puṣparikā* und *alaji*, die meisten »leichteren Krankheiten« (§ 67), Geschwülste (*puppuṭa*) an Gaumen und Zähnen, Abscess an den Mandeln, harte Geschwulst im Schlunde und eiternde oder aus Fett entstehende Geschwülste; dagegen ist die Blase nur bei Stein zu öffnen. Zu scarificiren sind die vier heilbaren Arten von *rohiṇī* (Halsentzündung), weisser Aussatz (*kilāsa*), eine von Fett entstandene Geschwulst an den Zahnwurzeln, Knoten, Geschwüre, Geschwülste an der Zunge, Hämorrhoiden, kreisförmige Flecken, Fleischauswüchse oder -Erhöhungen. Zu punktiren sind die verschiedenen Adern, Hydrocele und Wassersucht. Zu sondiren sind Fisteln, die einen Fremdkörper enthalten, und unregelmässige Wunden. Herauszuziehen sind die drei Arten von Sand oder Gries, Weinstein an den Zähnen, Stein, Fremdkörper, ein toter Fötus und im After angehäufter Kot. Auszudrücken sind Abscesse mit Ausnahme der schwersten Form, lepröse Hautleiden (*kuṣṭha*), locale Schwellungen, Geschwüre am Ohrläppchen, Elephantiasis, Blutvergiftung, Tumoren, Rose, Zahngeschwülste und viele andere Geschwülste und Hautausschläge. Zu nähen sind Geschwülste, die aus Fett entstehen, nachdem man sie aufgeschnitten und gereinigt hat, Wunden und Verletzungen an beweglichen Gelenken. Die Fäden beim Nähen sollen aus Flachs oder Hanf und anderen Pflanzenfasern oder aus Sehnen oder Schweifhaaren von Tieren bestehen. Je nach dem Körperteil sei die Nadel 2—3 Fingerbreiten lang und rund, dreieckig oder krumm. Die wohl zusammengenähten Teile sind mit Baumwolle oder Linnen zu bedecken, mit heilenden Pulvern zu bestreuen und dann zu verbinden (Su. 1, 25).
Linked texts (1)
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit