Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s9.4
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c33.s9.4
- Language
- German
c33.s9.4
Auf klimatische Verhältnisse geht die Einteilung der Länder in die drei Arten: *anūpa* feucht, sumpfig; *jāṅgala* trocken; *sādhāraṇa* die Mitte haltend. Nach Su. heisst *anūpa* ein wasserreiches Land mit Niederungen und Höhen, Flüssen, reichlichem Regen, Waldesdickicht, milden, kühlenden Winden, und vielen hohen Bergen und Bäumen, dessen Bewohner einen weichen, sehr zarten, fleischigen Körper haben und besonders an Schleim- und Windkrankheiten leiden. *Jāṅgala* heisst ein ebenes Land, mit vereinzelten, wenigen, dornigen Bäumen oder Sträuchern, wenig Regenfall, das sein Wasser hauptsächlich aus Brunnen bezieht, heisse und schlimme Winde und vereinzelte spärliche Hügel hat, dessen Bewohner einen kräftigen, aber mageren Körper haben, und wo Wind- und Gallenkrankheiten vorherrschen. Nach den Rechtsbüchern soll der König in einem solchen Land wohnen; dort definiren die Commentare *jāṅgala* als ein Land mit wenig Wasser und Gras, windig und sonnig, reich an Getreide u. dgl. *Sādhāraṇa* heisst ein Land mit einer Mischung dieser beiderseitigen Eigenschaften, wo Kälte, Regen, Hitze und Winde gemässigt auftreten und die drei Grundsäfte sich das Gleichgewicht halten; die Krankheiten der beiden anderen Klimaten (wie z. B. die Elephantiasis der Sumpfländer, D.) haben dort keine so grosse Kraft. Der Übergang aus einem Klima in ein anderes bringt Gefahr, ausser wenn man sich in der Ernährung, dem Schlaf, dem Arbeiten u. s. w. den Bedingungen des fremden Klimas anpasst (Su. 1, 35; S. 1, 1; A. 1, 1; Bh. 1, 1, 87 f. Die Parallelstelle in C. 3, 3 nach einigen Ausgaben ist unecht).
Linked texts (5)
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- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
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- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit
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