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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.2.2

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.2.2

Language
German

c34.2.2

und bei Störung besonders die Krankheiten, die oberhalb des Schlüsselbeins (im Hals und Kopf) ihren Sitz haben. 2. *prāṇa* im Herzen, der aus dem Mund kommende Hauch, der die Speisen hineinbringt und das Atmen bewirkt, bei Störung Schlucken, Asthma und ähnliche Krankheiten. 3. *samāna* im Magen und Darm, bei dem Verdauungsfeuer, kocht die Speisen und zerlegt sie dann in ihre Elemente (Chylus, Excremente, Urin u. dgl.), bei Störung bewirkt er Verdauungsschwäche, Durchfall und Leibesanschwellung. 4. *apāna* im Unterleib, treibt die Fäces, den Urin, Samen, die Menses und den Fötus nach unten und bewirkt bei Störung die gefährlichen Leiden der Blase, des Afters, Samens, sowie Harnruhr. 5. *vyāna* im ganzen Körper, bewirkt die Verteilung der Flüssigkeiten, macht Schweiss und Blut fliessen und bewirkt das Gehen, das Öffnen und Schliessen der Augen u. s. w. Nach S. A. Bh. beruhen auf *vyāna* auch die Körperfunctionen der Bewegung, der Füllung mit Speisen, die Zurückhaltung der Ausscheidungen u. s. w., während nach Su. (D.) diese Functionen sich unter die fünf Arten von *vāyu* verteilen. Durch Störung von *vyāna* entstehen die den ganzen Körper ergreifenden Krankheiten, durch gleichzeitige Störung der 5 *vāyu* geht der Mensch zu Grunde (Bh.). Auch von *pitta* gibt es 5 Arten: 1. *pācaka*, *paktikṛt* zwischen dem Magen und Darm, bewirkt die Verdauung und die Ausscheidung des Chylus und des Harns und Kots; 2.