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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.2.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c34.2.3

Language
German

c34.2.3

*rañjaka*, *rāgakṛt* in der Leber und Milz oder im Magen, färbt den Chylus und macht ihn zu Blut; 3. *sādhaka* im Herzen, bewirkt Einsicht, Entschlossenheit, Gedächtnis; 4. *ālocaka* in den Augen, bewirkt die Sehkraft; 5. *bhrājaka* in der Haut, gibt der Haut Glanz und saugt Salben auf. Von *śleṣman* gibt es die 5 Arten: 1. *kledana* im Magen, befeuchtet die Speisen und die anderen Sitze des Schleims im Körper; 2. *avalambana* im Herzen, bewirkt Festigkeit der Glieder; 3. *rasana*, *bodhaka* in der Zunge, vermittelt den Geschmack; 4. *snehana*, *tarpaka* im Kopf, ölt und erfrischt alle Sinnesorgane; 5. *śleṣaṇa* in den Gelenken, macht die Gelenke geschmeidig (S. 1, 20; A. 1, 12; Bh. 1, 1, 28 ff.; Su. 1, 15). An gewissen Merkmalen kann man erkennen, welcher der drei Grundsäfte bei Jemand vorherrscht. So sind Menschen mit vorherrschendem Wind zum Wachen geneigt, gefrässig, Gottesläugner, zum Singen und Scherzen, zur Jagd und zum Streit aufgelegt, lüstern nach süssen, sauren, scharfen und heissen Speisen und Getränken, sehr geschwätzig, unbeständig, diebisch, nicht liebebedürftig oder kinderreich, mager, gross, von schwacher, stockender, zitternder oder rauher Stimme, hässlich u. s. w. Gallige Menschen sind kühn, stolz, gesittet, rein, einsichtig, klug, unbeliebt bei den Frauen und nicht verliebter Natur, geniessen süsse, zusammenziehende, scharfe und kalte Dinge, träumen von Blitz, Feuer u.