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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s2.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s2.4

Language
German

c35.s2.4

Eine Reihe weiterer Handlungen hat die Beschützung des Kindes und der Wöchnerin gegen Dämonen zum Zweck⁴. So soll der Arzt die Hütte der Wöchnerin ringsum mit Zweigen umgeben, auch soll man dem Kind damit fächeln, überall in der Hütte Senf und andere Körner streuen, räuchern, täglich zweimal ein Feueropfer darbringen, vor der Namengebung (s. u.) eine Mörserkeule quer vor die Thür legen, ein Bündel von gewissen Zweigen und von Kräutern, welche *rakṣoghna* (Dämonen tötend) heissen, an der oberen Thürschwelle und an dem Kind aufhängen, das (früher erwähnte Wöchnerin-)Feuer unterhalten, ein Brahmane soll zehn Tage lang Sühngebräuche und Gebete verrichten, die erwähnten Frauen sowie Freunde und Verwandte sollen zehn oder zwölf Tage lang wachen, und die Hütte soll mit Gesang und Musik, Speisen und Getränken u. s. w. und frohen Menschen erfüllt sein (C. 4, 8, 42; S. l. c.; Su. 3, 10, 19). Besonders in der sechsten Nacht sollen diese Gebräuche stattfinden (A. 6, 1, 21; S. 172), was dem noch jetzt bestehenden Cultus der Ṣaṣṭhī »Göttin der Sechsten« entspricht, der auf dem an diesem Tag oder etwas später in Folge ungeschickter Trennung der Nabelschnur häufig auftretenden Starrkrampf der Kinder beruht.⁵

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