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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s3.10

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s3.10

Language
German

c35.s3.10

Su. 2, 8, 3 giebt folgende Beschreibung der acht Lagen: 1) das Kind gelangt mit beiden Beinen (*sakthi*, eig. Oberschenkel) in den Muttermund; 2) nur mit einem, während das andere eingebogen ist; 3) mit eingebogenen Beinen und Oberkörper, mit der Steissgegend, in Querlage; 4) es bedeckt mit der Brust (v. l. mit dem Bauch) oder der Seite oder dem Rücken den Muttermund; 5) der Kopf ist nach der Seite geneigt, ein Arm vorgestreckt; 6) der Kopf ist gesenkt, während beide Arme vorgestreckt sind; 7) die Mitte des Körpers ist eingebogen, während die Hände, Füsse und der Kopf vorgestreckt sind; 8) das eine Bein gelangt in die Scheide, das andere nach dem After zu. Eine andere Version bietet M. 419: 1) mit dem Kopf den Eingang versperrend; 2) mit dem Bauch; 3) buckelig durch Umdrehung des Körpers; 4) mit einem Arm; 5) mit beiden Armen; 6) in Querlage; 7) den Kopf nach unten; 8) auf die Seite geneigt. Eine andere alte Classification unterscheidet nur vier Fälle, mit charakteristischen Namen: 1) *kīla* (Keil), wenn das Kind wie ein Keil mit emporgerichteten Armen, Kopf und Füssen den Muttermund versperrt; 2) *pratikhura* (hufartig), wenn die Hände, Füsse und der Kopf hervorragen und der Rumpf stecken bleibt; 3) *bījaka*, wenn das Kind mit dem Kopf und einem Arm herauskommt; 4) *parigha* (Riegel), wenn es sich wie ein Riegel vor die Öffnung (den Muttermund) legt. So nach Su. 2, 8, 2, der diese Classification aber missbilligt, sie findet sich jedoch auch in M. 419 und bei Bhoja (nach Citaten), der nur den *pratikhura* etwas anders definirt, nämlich als einen abwärts oder seitwärts oder zusammengekrümmt hinausgehenden Fötus.

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