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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s4.7

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c35.s4.7

Language
German

c35.s4.7

$ 49. Frauenleiden und ihre Behandlung. — Die Krankheiten der Wöchnerinnen werden unter dem Namen *sūtikāroga* zusammengefasst, die Symptome sind Glieder意识, Fieber, Zittern, Durst, ein Gefühl von Schwere in den Gliedern, Anschwellung, Kolik, Durchfall, oder die Erscheinungen der von Schleim und Wind herrührenden Leiden, wie gleichfalls Fieber und Durchfall, ferner Geschwüre, Kräfteverfall, Ekel u. a. Hiernach scheint es sich besonders um Kindbettfieber zu handeln. Als Gegenmittel werden namentlich Decocte von verschiedenen Kräutern und Wurzeln empfohlen, ferner Schwitzmittel, Salben, Bäder u. s. w. (M. 411 ff.; V. 876 ff.; Bh. 2, 4, 192—4; vgl. Su. 3, 10, 15 f.; Kau. Sū. 28, 15). Bei *makkalla* bewirkt das in den Genitalien der Wöchnerin durch den Wind zurückgehaltene Blut eine Anschwellung unterhalb des Nabels, in den Seiten, der Blase oder dem Blasenhals, Schmerzen im Nabel, in der Blase, im Bauch, Aufgetriebenheit im ganzen Unterleib, der wie mit Nadeln zerstochen und durchbohrt wird, und Harnverhaltung. Hiernach ist vielleicht Bauchfellentzündung oder Perimetritis puerperalis gemeint. Die Mittel bestehen in verschiedenen Decocten, vermischt mit zerlassener Butter, Salz, lauwarmem Wasser u. s. w. (Su. 3, 10, 18; S. 2, 3, 211 f.; Bh. 2, 4, 191). Wenn die Gebärmutter der Wöchnerin von ihrem Platz herabfällt, so soll eine geschickte Frau (Hebamme) sie mit dem Blut irgend eines Wesens bestreichen und wieder an ihrem Platz befestigen. Wenn sie befestigt ist, soll sie dieselbe mit einer Abkochung von Öl und verschiedenen Pflanzen reichlich erwärmen und erfüllen und dazu sprechen: »Gesegnete, gehe an deinen Platz« (S. 2, 3, 212).

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