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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s1.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s1.4

Language
German

c36.s1.4

Auch die Störungen der Grundsäfte werden für die Entstehung mancher Kinderkrankheiten in Anspruch genommen. So entsteht die Gaumenkrankheit *tālukaṇṭaka* aus einer Störung des Schleims am Fleisch des Gaumens (weicher Gaumen); die Symptome bestehen in einem (äusserlichen) Einsinken der Gaumengegend, (innerlichen) Herabsinken des Gaumens, Abneigung gegen die Mutterbrust, Schmerzen beim Schlucken, Durchfall, Durst, Schmerzen in Augen, Kehle und Mund, Unfähigkeit den Hals (Kopf) oben zu halten, Erbrechen. Aus einer Störung der drei Grundsäfte entsteht eine schwere Form des Rotlaufs (*visarpa*), die den Namen *mahāpadma* hat. Überhaupt können alle Krankheiten der Erwachsenen, vom Fieber anfangend, auch bei Kindern vorkommen, namentlich die kleineren Übel (*kṣudraroga*, § 67; M. 426; V. 889; Bh. 2, 4, 208).

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