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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s2.12

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s2.12

Language
German

c36.s2.12

§ 53. Weitere Verdauungskrankheiten. — Schon in B. 1, 50 u. s. w. werden vier Arten von Verdauung (Feuer) aufgezählt: schwach (*manda*), übermässig (*tīkṣṇa*), unregelmässig (*viṣama*), regelmässig (*sama*). Genau ebenso Su. 1, 35, 20, wo auch die hieraus entspringenden Leiden angegeben werden: unregelmässiges Feuer (Verdauung) verdaut bald die zugeführte Nahrung richtig, bald bewirkt sie Flatulenz, Kolik, Verstopfung, Durchfall, Schwere im Unterleib, Geräusch in den Gedärmen, Dysenterie und ruft Windkrankheiten hervor; übermässige Verdauung verdaut selbst reichliche Nahrung rasch und bewirkt Trockenheit, Brennen und Hitze in der Kehle, im Gaumen und auf den Lippen, sowie Gallenkrankheiten; schwache Verdauung verdaut selbst wenig Nahrung langsam und bewirkt Leibesanschwellung, Schwere im Kopf, Husten, Asthma, Speichelfluss, Erbrechen, Gliederreissen und Schleimkrankheiten. Verdauungsschwäche (*agnimāndya*) wird auch als ein besonderer Krankheitszustand betrachtet, für den z. B. Vṛ. 6, 12 eine aus Asa foetida (*hiṅgu*), den drei Myrobalanen (*triphalā*) und anderen Substanzen bestehende Pille verordnet und schon B. ein Pulver kennt, das hundertjähriges Leben bewirkt (2, 43—55).

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