Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.2.4

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c36.s3.2.4

Language
German

c36.s3.2.4

Bei *baddhaguda* oder *chidrodara* soll der Arzt, auch hier nach eingeholter Erlaubnis, mit einem entsprechend grossen Messer den Bauch auf der linken Seite vier *aṅgula* (Fingerbreiten) unterhalb des Nabels aufschneiden (Laparotomie), die Gedärme vier *aṅgula* breit blosslegen und herausziehen, sie dann untersuchen und das eingedrungene Haar, den Kot, Stein u. dgl. beseitigen, bei *chidrodara* ebenso den Fremdkörper entfernen, den Ausfluss abwischen und die wunden Stellen von schwarzen Ameisen beissen lassen, worauf er ihre Körper abreisst, die Köpfe aber innen stecken lässt. Hierauf bestreiche er die Gedärme mit Honig und Butter, bringe sie wieder an ihren Platz und nähe die äussere Wunde des Bauchs zu (C. Su. S. A.). Bei »Wasserbauch« soll der Arzt, ebenfalls mit Erlaubnis, dem Kranken, während Freunde ihn festhalten und sein Leib bis zur Achselhöhle mit einem Tuch umwunden ist, links vier *aṅgula* unterhalb des Nabels mit einem *vrīhimukha* (»Reiskornspitze«, Trokar) einen Einschnitt machen, so tief als der breite Teil des Daumens, hierauf eine Röhre von Zinn oder anderem Material oder einen Federkiel hineinstecken und das Wasser der Wassersucht abzapfen, aber nicht auf einmal, da sonst Durst, Fieber und andere Complicationen entstehen würden, sondern allmählich binnen 16 Tagen. Die Wunde ist mit Öl und Salz einzureiben und zu verbinden und um den Leib ein Tuch zu wickeln. Die Diät soll sich sechs Monate lang auf Milch beschränken, nach einem Jahr tritt Genesung ein (C.