Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s6.6
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s6.6
- Language
- German
c37.s6.6
§ 80. Knochenbrüche und Verrenkungen. — Unter der allgemeinen Bezeichnung *bhagna*, *bhaṅga* »Bruch« werden die von einem Fall, Schlag, Druck, Angriffen reissender Tiere und anderen Unfällen herrührenden Brüche und Verrenkungen zusammengefasst. Die Verrenkungen (*saṁdhimukta*) werden wieder in 6 Arten eingeteilt mit den gemeinsamen Symptomen: Unfähigkeit das Gelenk auszustrecken, zu biegen, zu bewegen oder zu drehen, starke Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit gegen Berührung. Knochenbrüche (*kāṇḍabhagna*, *asaṁdhibhagna*) zerfallen in 12 Arten, die allgemeinen Erscheinungen sind hier: starke Geschwulst, mannigfache Schmerzen, Unbeweglichkeit, Unfähigkeit eine Berührung zu ertragen, Unbehagen oder Schmerz bei jeder Lage, Geräusch bei Druck, schlaffes Herabhängen des betreffenden Gliedes. Unheilbar ist ein gespaltener, verrenkter oder abwärts gedrückter Hüftknochen, ein zerquetschtes Becken, ein zerstückter oder zerschmetterter Stirnknochen, ein Knochenbruch an der Brust, am Rücken oder Kopf, ein gut eingerenkter, aber wieder ausgerenkter Knochen, von Geburt ab abnorme Knochen oder Gelenke; schwer heilbar ist ein zerschmetterter, zerstückter, ganz gebrochener, ins Mark eingedrungener Knochen, ferner ein Knochenbruch bei einem Greis, Kranken u. s. w. (Su. 2, 15; S. 6, 32; A. 6, 27; M. 277--81; V. 626 f.; Bh. 2, 3, 125 ff.).
Cites (5)
- Aṣṭāṅgahṛdayasaṃhitā — Vāgbhaṭa, Sanskrit
- Suśrutasaṃhitā — Suśruta & Nāgārjuna (siddha/alchemist), Sanskrit
- Mādhavanidāna (Rugviniścaya) — Mādhavakara, Sanskrit
- Bhāvaprakāśa — Bhāvamiśra 1550, Sanskrit
- Saṃhitā