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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s6: § 77. Fisteln

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c37.s6

Language
German

§ 77. Fisteln

c37.s6.1

S. 6, 32; A. 6, 28; M. 284—7; V. 635 ff.; Bh. 2, 4, 5 ff.). Die Geschwüre sind sorgsam mit Fasten, Purgirmitteln, Blutentziehung, Waschungen u. s. w. zu behandeln, damit sie nicht eitern. Tritt Eiterung ein, so ist zuerst eine Sonde (*eṣaṇī*) einzuführen, um die Natur der Fistel, ob nach aussen oder nach innen offen u. s. w., zu ermitteln. Dann ist je nach den Umständen ein Einschnitt zu machen, oder ein Ätzmittel oder Brenneisen anzuwenden. Wenn viele Öffnungen vorhanden sind, mache ein kundiger Arzt den Pflugschnitt (*lāṅgalaka*) mitten durch, oder den halben Pflugschnitt (*ardhalāṅgalaka*) auf der einen Seite, oder die Vierteilung (*sarvatobhadraka*), oder den seitlichen Schnitt (*gotīrthaka*), dann sind die Kanäle nach allen Richtungen hin auszubrennen (Su. 4, 8; S. A. V. Bh. l. c.; Vṛ. 48).

c37.s6.2

Fisteln im Allgemeinen heissen *gati* »Gang«, häufiger *nāḍī*, *nāḍīvraṇa*, weil sie wie eine *nāḍī* (Röhre, Ader) den Eiter leiten, der aus einem vernachlässigten, d. h. nicht ausgedrückten oder aufgeschnittenen und gereinigten Geschwür nach innen dringt und Haut, Fleisch, Adern, Sehnen, Gelenke, Knochen u. s. w. zerreisst und durchbohrt. Sie entstehen durch die Grundsäfte oder durch einen Fremdkörper, der stete Eiterung verursacht (Su. 2, 10; S. 6, 34; A. 6, 29; M. 282—4; Bh. 2, 4, 1 ff.; V. 631 ff.). Eine Windfistel ist zu erwärmen, der Eitergang vollständig aufzuschneiden, mit verschiedenen scharfen Stoffen einzureiben oder zu füllen und zu verbinden, weiterhin mit anderen Stoffen auszuwaschen. Ähnlich ist bei Fisteln von Galle und Schleim zu verfahren, dagegen ein Fremdkörper nach Spaltung der Fistel herauszuziehen, dann der Eitergang zu reinigen, die Wunde zu verbinden und durch Salben zu heilen. Wenn die Fistel sich an einer gefährlichen Stelle zeigt oder der Patient abgemagert, schwach oder ängstlich ist, soll man nicht zum Messer greifen, sondern nach Sondirung der Fistel einen Ätzfaden mit einer Nadel einführen, und so oft mit dem Faden wechseln, bis die Fistel gespalten ist. Auch bei *bhagandara* kann diese Methode Anwendung finden (Su. 4, 17; S. 6, 35; A. 6, 30; Vṛ. 47; Bh. V. l. c.).

c37.s6.3

§ 78. Geschwüre. — Von *vraṇa* »Wunde, offener Leibschaden« werden gewöhnlich zwei Arten unterschieden: *śārīra* »körperlich« oder *nija* »eigen«, d. h. von innen entstanden, und *āgantu* »zufällig«, d. h. aus äusseren Ursachen entstanden (ulcus und vulnus). Erstere *vraṇa*, d. h. die Geschwüre, entstehen 1. durch Wind. Das Geschwür ist dunkel gefärbt, hart, der Ausfluss dünn, spärlich, verschiedenfarbig, der Schmerz heftig wie von Stechen, Reissen, Brennen, Schlagen, Zerren u. a. 2. Von Galle ist das Geschwür gelb oder blau, der Ausfluss übelriechend, wie Kuhurin u. s. w., heiss und reichlich, der Schmerz wie von Ätzstoffen, Brandwunden u. dgl., mit Hitze und Fieber. 3. Von Schleim ist das Geschwür weisslich, der Ausfluss reichlich, weiss und zäh, der Schmerz gering. 4. Von Blut ist das Geschwür rot wie Korallen, der Ausfluss besteht in Blut und Eiter, der Geruch ist wie von einem Pferdestall, sonst ist alles wie bei Galle. Weitere 11 Formen, die auf verschiedenen Mischungen der obigen Ursachen und Symptome beruhen, beschreibt Su. 4, 1, 5—16. Schwer heilbar oder unheilbar sind *vraṇa* an gewissen Stellen des Körpers, wie Augen, Zähne, Nase, Unterleib, Nabel, Ohren, Seiten, Achselhöhlen, Brust, ferner bei Aussätzigen, Schwindsüchtigen, Diabetikern und anderen Kranken, übelriechenden Eiter und verdorbenes Blut secernirende, tiefsitzende alte *vraṇa*, solche, wobei der Schädel verletzt und das Gehirn sichtbar ist u. a. (C. 4, 25; Su. 1, 22 f.; 4, 1; S. 6, 29; A. 6, 25; M. 268—71; Bh. 2, 3, 112 ff.; V. 608 f.).

c37.s6.4

Die Heilmethoden für *vraṇa* fallen vielfach mit denjenigen für *śotha*, *śopha* (§ 69) zusammen. Su. 4, 1, 18 nennt 60 Methoden bei *vraṇa*, nämlich Diäthalten, Salben, Begiessung, Warmhalten, Erweichung, Fettmittel, Brechmittel, Purgirmittel, Aufstechen, Aufschneiden, Sondiren, Breiumschläge, Aufstreichen von Öl und Butter, Bestreuen, Räucherung, Einreiben, Erzeugung von Schorf, Ätzmittel, Ausbrennen, Klystiere, Verbände, Nasenmittel u. a. Nach Su. 1, 18 sind bei *vraṇa* zuerst Salben aufzulegen; er unterscheidet *pralepa*, die kalt und dünn sind, *pradeha*, d. h. Breiumschläge, und die besonders empfohlenen *ālepa*, die von mittlerer Stärke sind, wie eine nasse Büffelhaut, und aus einer Mischung von Fett oder Öl und Arzneistoffen bestehen. Sodann kommen Verbände (*bandha*), von denen es 14 meist nach ihrer Form benannte Arten gibt, wie *kośa*, Scheide oder Ei, ein mit Arzneistoffen gefüllter Verband an den Gelenken des Daumens und anderer Finger; *svastika*, von der Gestalt eines *svastika* (kreuzförmig), an den Gelenken, Augenbrauen, Ohren u. s. w.; *maṇḍala*, kreisförmig, an runden Körperteilen; *yamaka*, doppelt, an doppelten Geschwüren. Als Verbandstoffe dienen Leinwand, Baumwolle, Wolle, Seide, Baumbast, Eisenplatten u. a. Es gibt feste, mittelfeste und lose Verbände. Auf die Salbe kommt zunächst eine Compresse (*kavalikā*), auf diese wird ein glatter, weicher Verbandstoff festgebunden, wobei der Knoten nicht auf das Geschwür kommen darf. Das Ausdrücken der Geschwüre geschieht mit der flachen Hand, einmal oder wiederholt, je nach den Umständen. Nach Su. 1, 19 muss der Patient in einem reinen, weder der Sonnenhitze noch dem Wind ausgesetzten Raum auf einem geräumigen, bequemen Bett liegen, mit einer Waffe (zur Bekämpfung der bösen Geister), umgeben von Freunden, die ihn durch ihre Reden seine Schmerzen vergessen machen. Er meide schwere Speisen, geistige Getränke, Umhergehen, kalten Wind u. s. w., fächle das Geschwür mit einem Wedel, schone es durch Liegen, kratze und drücke es nicht. Vgl. C. S. A. Bh. l. c.; Su. 4, 1, 18 ff.; V. 609 ff.

c37.s6.5

§ 79. Wunden. — Die zweite Gattung von *vraṇa*, die durch äussere Ursachen oder plötzlich entsteht (*āgantu*, *sadyovraṇa*), umfasst Wunden jeder Art, einerlei ob sie von Menschen, Vieh, Vögeln, Schlangen, Insekten, von Sturz, Quetschung, Schlägen, Feuer, Ätzstoffen, Gift, scharfen Kräutern oder Verletzungen mit einer Waffe oder einem spitzigen Gegenstand herrühren (Su. 4, 1, 1). So gibt es 1. *chinna* Schnitt; 2. *bhinna* tiefer Riss; 3. *viddha* Stich; 4. *kṣata*, kein tiefer Schnitt oder Riss, aber einem Schnitt und Riss ähnlich, dem Körper gefährlich; 5. *picchita* Contusion, von Schlag oder Druck herrührend; 6. *ghṛṣṭa* Hautabschürfung. Bei *bhinna* kommt aus der Wunde nur wenig Blut heraus, dagegen erfolgt je nach den inneren Organen, die verletzt sind, Bluterguss aus der Harnröhre, dem After, dem Mund oder der Nase, verbunden mit Fieber, Hitze u. s. w. Bei Wunden im Allgemeinen gibt es 16 Complicationen: Rose, Hemiplegie, Starrkrampf, Mundsperre, Geistesverwirrung, Wahnsinn, Wundschmerzen, Fieber, Durst, Husten, Erbrechen u. a. (C. 4, 25; Su. 4, 2; S. 6, 31; A. 6, 26; M. 272—6; V. 616 ff.). Zur Stillung des Bluts und der Hitze soll der Arzt kalte Mittel anwenden, verbunden mit zerlassener Butter und Honig (Vr. 45, 2). Blutstillende Heilkräuter, die schon die vedische Medicin (Bloomfield, SBE. 42, 20 ff.) kennt, werden in grosser Zahl genannt, meist mit einem Zusatz von Butter oder Öl. Auch Brechmittel und Purgirmittel, Fasten, Diät und Blutentziehung werden empfohlen (A. 6, 26, 9). Bei 1—4 tritt starker Blutverlust und Schmerzen ein, man gebe dem Kranken Öl innerlich und äusserlich und als Klystier und mache warme Umschläge um die Wunde. Dagegen kommt bei 5 und 6 nur wenig Blut, wodurch Hitze und Eiter entsteht, daher sind hier kalte Salbungen und Begiessungen angebracht. Schnittwunden am Kopf oder an den Seiten sind zu nähen und fest zu verbinden, ebenso ein abgeschnittenes Ohr wieder anzusetzen, festzunähen und mit Öl zu benetzen. Wenn der Kehlkopf verletzt ist, so dass die Luft durchstreicht, füge man die Teile wieder zusammen, verbinde sie und nähe sie fest, besprenge sie mit Ziegenurin, lasse den Kranken gut verbunden auf dem Rücken liegen und in dieser Stellung essen. Ganz abgeschnittene Arme oder Beine sind mit heissem Öl zu behandeln, hierauf muss man sie mit dem *kośa*-Verband (§ 78) festbinden und die Wunde heilen (Su. 4, 2, 21 ff.; vgl. C. S. A. V. l. c.; Vṛ. 45; Bh. 2, 3, 121 ff.).

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§ 80. Knochenbrüche und Verrenkungen. — Unter der allgemeinen Bezeichnung *bhagna*, *bhaṅga* »Bruch« werden die von einem Fall, Schlag, Druck, Angriffen reissender Tiere und anderen Unfällen herrührenden Brüche und Verrenkungen zusammengefasst. Die Verrenkungen (*saṁdhimukta*) werden wieder in 6 Arten eingeteilt mit den gemeinsamen Symptomen: Unfähigkeit das Gelenk auszustrecken, zu biegen, zu bewegen oder zu drehen, starke Schmerzhaftigkeit und Empfindlichkeit gegen Berührung. Knochenbrüche (*kāṇḍabhagna*, *asaṁdhibhagna*) zerfallen in 12 Arten, die allgemeinen Erscheinungen sind hier: starke Geschwulst, mannigfache Schmerzen, Unbeweglichkeit, Unfähigkeit eine Berührung zu ertragen, Unbehagen oder Schmerz bei jeder Lage, Geräusch bei Druck, schlaffes Herabhängen des betreffenden Gliedes. Unheilbar ist ein gespaltener, verrenkter oder abwärts gedrückter Hüftknochen, ein zerquetschtes Becken, ein zerstückter oder zerschmetterter Stirnknochen, ein Knochenbruch an der Brust, am Rücken oder Kopf, ein gut eingerenkter, aber wieder ausgerenkter Knochen, von Geburt ab abnorme Knochen oder Gelenke; schwer heilbar ist ein zerschmetterter, zerstückter, ganz gebrochener, ins Mark eingedrungener Knochen, ferner ein Knochenbruch bei einem Greis, Kranken u. s. w. (Su. 2, 15; S. 6, 32; A. 6, 27; M. 277--81; V. 626 f.; Bh. 2, 3, 125 ff.).

c37.s6.7

§ 81. Fremdkörper. — Als *śalya* »Pfeilspitze, Dorn, Splitter« werden Fremdkörper jeder Art bezeichnet, auch heisst *śalya* die Kunst, welche sich mit der Herausziehung dieser Fremdkörper beschäftigt, die Chirurgie. Die *śalya* sind wie die *vraṇa* entweder *śārīra* oder *āgantuka*, d. h. von innen oder von aussen entstanden. Unter den ersteren sind namentlich Haare, Nägel, Harn, Kot, Ohrenschmalz, Sand in den Augen u. dgl., auch der Fötus, zu verstehen, unter den letzteren besonders Pfeile (*śara*) und andere eiserne Gegen-

c37.s6.8

Ein nach unten verschobener Knochen ist nach oben, ein in die Höhe gegangener nach unten zu pressen. Durch Zerren, Drücken, Aufrichten, Zusammenpressen der Haut und Verbinden bringe man alle Gelenke am Körper zurecht und mache sie fest, dann umwickle man sie mit reichlich mit Butter bestrichenen, wohlthuenden Zeugstreifen, und auf dieselben binde man breite aber dünne und glatte Baststreifen und Holzstückchen von Bambus und anderen Bäumen. Ein loser Verband gibt dem Gelenke keine Festigkeit, ein allzu fester ruft starken Schmerz, Hitze, Eiterung und Geschwulst hervor. Der Verband ist im Sommer alle 3, im Winter alle 7, bei mittlerer Temperatur alle 5 Tage zu erneuern, auch sind kalte Abkochungen von Nyagrodha, lauwarmes Öl und andere Arzneien auf die Stelle zu träufeln, oder diese damit zu salben (A. 6, 27, 11--20). In der Jugend wird das Gelenk nach einem Monat, im mittleren Lebensalter nach zwei, im Alter erst nach drei Monaten wieder fest. Specielle Regeln werden für Verrenkungen und Brüche an den Fusssohlen, Schenkelknochen, Hüftknochen, Rippen, Ellbogengelenken, Knieen, Knöcheln, Handgelenken, Armen, an Nacken und Hals, den Kinnbacken, der Nase, den Ohren, dem Schädel u. a. gegeben. Bei einem Beinbruch sollen, damit der Kranke ganz ruhig liegt und sich nicht bewegen kann, fünf Schienen (*kīlaka*) an verschiedenen Körperteilen angebracht werden. Wenn durch einen Fall oder Schlag ein Glied nur geschwollen ist, ohne verletzt zu sein, sind kalte Umschläge und Waschungen zu machen. Eifrig strebe der Arzt Eiterungen hintanzuhalten, weil dadurch die Heilung erschwert wird (Su. 4, 3; S. A. V. Bh. l. c.; Vṛ. 46).

c37.s6.9

stände. Dass ein *śalya* im Körper steckt, erkennt man im Allgemeinen an dem Entstehen einer Wunde (*vraṇa*) mit dunkelfarbiger Schwellung, Geschwürbildung, Schmerzen, öfterem Blutausfluss, die wie eine Blase aufgetrieben ist und weiches Fleisch enthält. Die weiteren Symptome wechseln, je nachdem das *śalya* nur in der Haut, oder in den Muskeln, Adern, Knochen u. s. w. steckt. So entsteht durch ein *śalya* in den Gedärmen Flatulenz, Verstopfung und Austritt von Harn, Kot und Speisen aus der Wunde. Ein *śalya* in einem Knochen bewirkt mannigfache Schmerzen und Geschwulst. Wenn die Wunde äusserlich zugeheilt und dadurch der Sitz des *śalya* unkenntlich geworden ist, muss man zum Zweck der Diagnose verschiedene Mittel anwenden. So lasse man, wenn das *śalya* in den Adern, Gefässen, Kanälen oder Sehnen steckt, den Kranken in einem Wagen mit zerbrochenem Rad auf einem holperigen Weg fahren; die Stelle, an der er Jucken oder Schmerz empfindet, ist der Sitz des *śalya*. Überhaupt sitzt ein *śalya* da, wo beim Reiten auf einem Elephanten oder Pferd, beim Steigen oder Klettern, Husten und Niesen und anderen heftigen Bewegungen oder Erschütterungen des Körpers Empfindlichkeit oder Schmerz auftritt. Manche Fremdkörper, namentlich Bein und weiche Metalle, lösen sich im Körper auf, während dagegen Horn, Zähne, Haare, Eisen, Steine u. dgl. nicht absorbirt werden (Su. 1, 26; S. 1, 37; A. 1, 28).

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Das Herausziehen eines *śalya* aus dem Körper durch einen geschickten Arzt vermittelst einer Zange (*yantra*) wird in den Rechtsbüchern mit der Thätigkeit eines Richters verglichen, der aus einem Process den Stachel des Unrechts auszieht (Nār. 1, 3, 16). Su. 1, 27, 1 nennt 15 Verfahrensarten, um ein *śalya* herauszubekommen, darunter neben der Natur (*svabhāva*), d. h. der Wirkung von Thränen, Husten, Niesen u. dgl. auf das *śalya*, ferner Eiterung, Aufschneiden, Drücken, Waschen, Aussaugen u. a., auch den Gebrauch eines Magnets (*ayaskānta*), der aber nur bei grossen offenen Wunden Anwendung finden soll. Einen mit der Hand erreichbaren Fremdkörper suche man mit der Hand herauszuziehen, andernfalls wende man das Messer oder die Zange an. Wenn der Patient ohnmächtig wird, benetze man ihn mit kaltem Wasser, auch vermeide man gefährliche Körperstellen und spreche ihm freundlich zu. Das *śalya* kann auch durch Anbinden an. den Zaum eines Pferdes herausgezogen werden, das man schlägt, bis es den Kopf bewegt; oder das *śalya* wird an einen herabgebogenen starken Baumzweig angebunden. Ein Insekt im Ohr ist durch Füllung des Ohres mit Salzwasser zu beseitigen. Ein nicht herausgezogenes *śalya* verursacht Schwellung, Eiterung, heftige Schmerzen, ja den Tod, daher ziehe man es sorgfältig heraus (Su. 1, 27; S. A. l. c.).

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