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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.12

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.12

Language
German

c38.12

Ophthalmie (*abhiṣyanda*) ist mit Fasten, Pflastern, heissen Umschlägen, Aderlässen, Purgantien, Salben und Einträufelungen zu behandeln. Bei Flügelfell (*arman*) ist zunächst zum Zweck der Lockerung das Auge mit Citronensaft und Salz einzureiben, dann fasse man die Fleischfalte in dem herabhängenden *arman* mit einem Haken an, ziehe es mit Nadel und Faden heraus und schneide es mit einem abgerundeten Messer ab. Auch ein Auswuchs (? *parvaṇī*) ist mit einem Haken zu fassen und in der Mitte abzuschneiden, sonst wie *arman* zu behandeln. Scarificirungen kommen besonders für Erkrankungen der Augenlider in Betracht; das Auge wird mit einem in warmes Wasser getauchten Tuch angefeuchtet und dann mit einem Messer oder Blättern geritzt (C. 6, 26, 119 ff.; Su. 6, 8—19; S. 6, 12—20; A. 6, 9—16; V. Bh. l. c.; Vṛ. 61).¹

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