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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.15

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.15

Language
German

c38.15

Füllung des Ohrs mit Öl und verschiedenen Arzneistoffen scheint das gewöhnlichste Verfahren bei diesen Krankheiten gewesen zu sein, so hat schon B. 2, 532 ff. sechs Recepte für die Bereitung von Öl oder Butter mit langem Pfeffer und anderen Substanzen, um damit das Ohr zu füllen bei *karṇa-śūla*, *-nāda*, *-kṣveḍa*, *-rujā*. Ähnliche Recepte geben die Späteren, so das als *kṣārataila* bezeichnete Recept, das für Otalgie, Taubheit, stinkenden Ausfluss, Ohrenklingen, Eiterung und Würmer gut sein soll (Vṛ. 59, 16—20 — A. 6, 18, 26—30). Als zu verwendende Stoffe werden noch genannt: Ingwersaft, Honig, Salz, Knoblauch, Deodar, Citronensaft, Urin von verschiedenen Tieren u. a. Auch Nasenmittel, Räucherungen, Waschungen, locale Wärme, Brech- und Abführmittel, Zuführung von Dampf durch eine Röhre (*nāḍīsveda*), Gurgeln und andere Kuren werden empfohlen, Anstrengungen, Untertauchen mit dem Kopf, geschlechtlicher Verkehr sind zu meiden. Ohrenschmalz ist mit einem spitzen Instrument (*śalākā*) zu beseitigen, ein Insekt oder Unreinigkeiten ebenso oder durch Aussaugen mit einem Horn, bei einem Ohrabscess ist wie bei anderen Abscessen, bei Würmern im Ohr mit Wurmmitteln vorzugehen (C. 6, 26, 113—8; Su. 6, 21; S. 6, 22; A. 6, 18; V. 762—71; Bh. 2, 4, 124 ff.; Vṛ. 59). Bei Erkrankung des Ohrläppchens sind besonders Pflaster anzuwenden (Su. 1, 16, 26 ff.).

Cites (6)