Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.17
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c38.17
- Language
- German
c38.17
Die indische Rhinoplastik ist durch ihr frühes Auftreten und ihre Einwirkung auf die plastischen Operationen europäischer Chirurgen (CARPUE, GRÄFE, DIEFFENBACH, vielleicht schon BRANCA und TAGLIACOZZA) zu einer gewissen Berühmtheit gelangt¹. Obwohl bei den für das 18. Jahrhundert bezeugten Operationen indischer Ärzte die Stirnhaut für den Nasenersatz benutzt wurde, so kann an dem Zusammenhang derselben mit der alten, die Haut der Wange benutzenden Methode nicht gezweifelt werden². HAAS erklärte Su.s Beschreibung der Rhinoplastik für eine Verwässerung einer ähnlichen Stelle bei Celsus (7, 9) und wies auf eine Bemerkung in Cd.s Commentar zu Su. hin, wonach die ganze Su.-Stelle unecht (*anārṣa*) wäre³. Doch haben die Angaben des Celsus mit denjenigen Su.s nur eine entfernte Ähnlichkeit, und nach D. haben »Jaiyyaṭa, Gayadāsa u. A.«, d. h. die ältesten Commentatoren, die Stelle als echt anerkannt⁴, wie auch durch die manche weitere Details enthaltenden Parallelstellen in S. A. ihr Alter verbürgt wird.
Linked texts (1)
- De medicina — A. Cornelius Celsus, Latin