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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c39.7

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c39.7

Language
German

c39.7

§ 92. Berauschung und Delirium tremens. — Geistige Getränke (*madya*) wirken bei richtigem Gebrauch wie Ambrosia, bei unrichtigem wie Gift. Von den drei oder vier Stadien des Rausches (*mada*) schärft das erste den Verstand, das Gedächtnis und den Appetit, bewirkt Heiterkeit u. s. w., das zweite erzeugt Geistes- und Gedächtnisschwäche, Undeutlichkeit der Rede, Schläfrigkeit u. dgl., beim dritten wird der Mensch unzurechnungsfähig, so dass er Geheimnisse ausplaudert, verbotene Dinge isst, Incest begeht u. dgl., beim vierten liegt er betäubt auf dem Boden wie Holz oder wie eine Leiche. Aus der Trunkenheit entsteht der krankhafte Zustand *madātyaya* mit den allgemeinen Symptomen: Betäubung, Brustschmerzen, Durchfall, fortwährender Durst, Fieber, Appetitlosigkeit, Beben im Kopf, in den Seiten, in den Knochen und im Herzen, Phantasiren, schlimme Träume u. a. Als specielle Erscheinungen von Wind nennt M.: Schlucken, Asthma, Wackeln des Kopfes, Seitenschmerzen, Schlaflosigkeit und vieles Phantasiren. Nach Dutt wäre hiermit das Delirium tremens gemeint, doch sind auch die obigen allgemeinen Erscheinungen ähnlich. Verordnet werden Arzneien, Branntwein mit verschie-

Cites (6)