Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s2.35

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s2.35

Language
German

c4.s2.35

§ 3. Die paläographischen Zeugnisse¹. — Mit den litterarischen Zeugnissen, die den weit verbreiteten Gebrauch der Schrift für das 5. Jahrhundert, ja vielleicht noch für das 6. feststellen, stimmen die Ergebnisse der paläographischen Untersuchung der ältesten Inschriften vollständig überein. Die Charactere der A. Ed., welche zunächst ins Auge zu fassen sind, beweisen ganz deutlich, dass die Schrift im 3. Jahrh. a. Chr. keine neue Erfindung war. Die Edicte sind nicht in einem einheitlichen Alphabete geschrieben. Alle Buchstaben, mit Ausnahme von *U*, *jha*, *ña*, *ṇa*, *ṭha*, *ṇa*, *tha* und *na*, haben mehrere oft stark abweichende Formen, die teils local geschieden, teils cursiv sind. Die Zahl der Varianten steigt mitunter bis zu neun oder zehn. So bietet z. B. T. II. 1—2. II—XII für *A*—*Ā* neun Formen, von denen die acht wichtigsten hier neben einander gestellt werden mögen.