Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s2.45

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s2.45

Language
German

c4.s2.45

Sodann wird Taylor's Ansicht immer wahrscheinlicher, der zufolge die Kharoṣṭhī erst nach der Eroberung des Panjab durch die Achämeniden, welche um 500 a. Chr. stattfand, aus den späteren aramäischen Zeichen entwickelt ist¹⁷. Und es wird immer schwieriger, die von A. Weber, E. Thomas und A. Cunningham ausgesprochene Vermutung abzuweisen, dass die Principien der schon entwickelten Brāhmī für die Ausbildung der Kharoṣṭhī benutzt sind¹⁸. Die Kharoṣṭhī ist nach dem, was bis jetzt bekannt ist, neben der Brāhmī das einzige Alphabet, auf welches sich die Angaben der Buddhisten beziehen könnten. Da die Kharoṣṭhī selbst in Gandhāra nur eine secundäre Schriftgattung ist, deren Entstehung erst in das 5. Jahrhundert fällt, so kann sie nicht gemeint sein, und die Brāhmī bleibt allein übrig.