Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.14.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.14.3
- Language
- German
c4.s3.14.3
II, in die Spitze des Verticalstriches und nachfolgender Geradestellung des Buchstabens. — Nr. 12, *la* = *Lamed*, C. I—II (WEBER) ohne seitliche Drehung in dem durch eine Barre rechts differenzierten (s. u. B, 4, c) *ḷ* der Drāviḍī, C. VI, ohne Drehung und mit Begrenzungsstrich an der Curve rechts in der Eran-Form, C. IV, mit Drehung in der Form der A. Ed., C. V, a, und mit Drehung und Schweif oben rechts in dem *l* der Drāviḍī, C. V, b. — Nr. 13, *ma* = *Mem* (WEBER), unmittelbar aus C. II abgeleitet mit Verwandlung des gekrümmten Seitenstriches in eine Schleife, wie in der hypothetischen Form in C. IV (analog, EUTING, TSA, C. 58, a) und Aufsetzung des Winkels auf die Schleife, C. V, a (analog, EUTING, TSA, C. 59, c), woraus cursiv die Rundform in C. V, b später entwickelt wurde. — Nr. 14, *na*, C. V = *Nun* (TAYLOR) C. I—II mit Umstürzung, C. IV, und seitlicher Drehung, sowie Verwandlung des Hakens an der Seite in einen geraden Strich am Fusse des Verticals, wofür das *ṅa*, C. VI, a, zeugt, das aus dem hypothetischen Zeichen in C. IV durch die differenzirende Barre oben (s. u. B. 4, d) und Regularisirung des Hakens gebildet ist. — Nr. 15, *sa*—*ṣa* = *Samech* (WEBER zweifelnd), indem auf indischem Boden ein aus C. I, b mit Rundung des Kopfes gebildetes Zeichen, wie das hypothetische in C. IV, umgestürzt wurde und so das *ṣ* der Drāviḍī, C. V, entstand, das zuerst für *sa* und *ṣa* gebraucht wurde.