Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.41.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c4.s3.41.3
- Language
- German
c4.s3.41.3
Wie die anderen, in derselben Stelle aufgezählten, Übertretungen der »Nördlichen«, der Handel mit Wolle und Tieren mit zwei Reihen von Zähnen, d. h. Pferden, Mauleseln u. s. w., zeigen, sind die Bewohner des westlichen und nordwestlichen Indien mit diesem Ausdrucke gemeint. Es folgt natürlich, dass ihre Seereisen nach dem westlichen Asien gingen. Derselbe Autor I, 18, 14, und der noch ältere Gautama 10, 33, erwähnen die Zölle, welche Rheder den Königen zu zahlen hatten⁴. Nach meinen Schätzungen des Alters der Materialien, welche den Jātaka zu Grunde liegen⁵, und des der Dharmasūtra, sehe ich diese Angaben als beweiskräftig für das 6.—8. Jahrh. a. Chr. an. Aus noch früherer Zeit stammt die bekannte mythische Erzählung im Ṛgveda vom Schiffbruche des Bhujyu »im Oceane, wo kein Halt, keine Stütze für Hand oder Fuss ist«, und von seiner Rettung durch die »hundertrudrige« Galeere der Aśvinen⁶. Die Scene der Handlung muss natürlich im indischen Oceane liegen, und die Mythe deutet jedenfalls darauf, dass die Schiffahrt in diesem Meere in der ältesten vedischen Zeit vorkam. Fügt man hinzu, dass in den Brāhmaṇa semitische Legenden, wie die von der Sintflut und Manu's Rettung durch den Rat eines wunderbaren Fisches vorkommen⁷, so sind Anhaltspunkte genug vorhanden, die die Importation des semitischen Alphabetes, ebenso wie anderer technischer Kenntnisse und Künste, z. B.