Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s2.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s2.2
- Language
- German
c5.s2.2
Bis jetzt hat die Kharoṣṭhī sich gefunden 1) in Steininschriften, 2) auf Metallplatten und Gefässen, 3) auf Münzen, 4) auf Gemmen und 5) auf einem winzigen Stücke Birkenrinde⁴. Ähnliche Blätter oder »twists« sind mehrfach in den Stūpa von Afghanistan zum Vorschein gekommen⁵. Aber die angeblich aus dieser Quelle stammenden Reste von zerriebener Birkenrinde im Brit. Mus. zeigen keine Spur von Schrift. Auf den Metallplatten und Gefässen sind die Buchstaben häufig durch dichte Reihen von Punkten angedeutet oder erst punzirt und hernach eingeritzt⁶. Auf Steingefässe sind die Schriftzüge zuweilen mit Tinte oder Tusche aufgetragen⁷.