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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s5.8

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c5.s5.8

Language
German

c5.s5.8

B. Mittlere Vocale und Anusvāra. — 1) Der *i*-Strich geht regelrecht quer durch die linke Seite des Horizontalstriches am Kopfe, 6, III; 7, III; 15, II—III, u. s. w., bei Zeichen mit zwei horizontalen oder schrägen Kopfstrichen durch beide, 14, III; 16, III; 38, III, VI u. s. w., eben so durch beide Striche des Kopfes von *ṇa*, 19, X. Er steht aber in *I*, 2, I, *di*, 22, II und *ni* gerade unterhalb des Kopfes, in *yi*, 30, II, im linken Schenkel. — 2) Der *e*-Strich entspricht in Form und Stellung der oberen Hälfte des *i*-Striches, vgl. 4, I; 6, IV; 12, II; 19, III u. s. w., kann in E, 4, II, indess auch gerade auf dem Kopfe des *A* stehen. — 3) Der *o*-Strich entspricht in seiner Stellung meist der unteren Hälfte des *i*-Striches, 5, I; 12, IV; 14, IV, u. s. w., rückt jedoch in *go*, *gho*, 9, II, und *so*, 36, IV, etwas weiter rechts in den durch die Kopfstriche gebildeten Winkel. — 4) Der *u*-Strich steht regelrecht links an der Spitze des Fusses des Grundzeichens, 3, I; 8, III; 10, IV; 12, III u. s. w., rückt aber etwas in die Höhe, wenn der Fuss nach links, 3, II, oder rechts, 22, IV gekrümmt wird, oder einen Haken nach rechts hat, 25, V, 37, IV. In *mu* steht er an der linken Spitze des *ma*, vgl. *mru*, 29, V. — 5) Der Anusvāra hat nur in *maṃ*, 29, IV, mitunter die volle Form des *ma*, vgl. oben § 9, B, 4. Gewöhnlicher erscheint cursiv unter *ma* ein gerader Strich, 38, XI, oder zwei Häkchen an den Seiten, 38, X. Bei andern Consonanten, die mit *einem* schrägen oder Vertikalstrich endigen, wird der Anusvāra durch einen nach oben offenen Winkel bezeichnet, den der Fuss des Buchstabens halbirt, 8, IV; 11, IV; 17, V; 19, V, u. s. w., oder (in Sh. seltener, in Man. häufiger) durch eine gerade Linie, 21, V, die Vertreter der Curve des *ma* ist. Hat der Fuss des Consonanten einen andern Ansatz, so rückt der Anusvāra höher an dem Verticalstrich hinauf, 14, V; 18, V; 33, V; 38 V. Bei *yaṃ*, 30, V, und *saṃ* wird der Winkel getheilt und die eine Hälfte rechts, die andere links angesetzt. Dasselbe kann bei *kaṃ* und *bhaṃ*, 28, IV, geschehen.