Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.20.1
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.20.1
- Language
- German
c6.s3.20.1
C. Die Grundzeichen oder Mātṛkā. — Zeichen, die mit Verticallinien beginnen, zeigen schon in den A. Ed. mitunter am oberen Ende eine Verdickung oder kurze Begrenzungslinie (Serif), s. *chha*, 14, II, *pa*, 26, VII, vgl. die EI, II, 448 und B.ASRSI, I, 115 notirten Fälle. 1—2)⁷ Ausser den auf S. 7 gegebenen 8 Formen des *A*—*Ā* zeigt die Tafel noch eine 9. in C. XI, mit Viereck oben statt Winkel (vgl. *ma*, 32, XI—XII); eine 10. mit vom Verticalstrich getrennten Winkel findet sich I Si. Ed., I, 2—3. Die Formen mit geknicktem Verticalstrich (C. VII, XI) sind dadurch entstanden, dass die oberen und unteren Hälften des Zeichens separat gemacht sind. — Die Anfügung des Längezeichens in *Ā* an die Spitze des Verticalstriches, C. VIII—IX, ist eine Eigentümlichkeit von G. — 3) Die Formen des *I* in C. III—IV sind die gewöhnlichsten, die in C. X, welche in den Gupta- u. a. späteren Typen die gewöhnliche ist, erscheint selten. 4) Das seltene *Ī*, das durch das Alphabet von MG. für das 3. Jahrh. gesichert ist, erscheint auch in C. MG, Pl. 10, Nr. 9—10, wo Cunningham *Iṇi* liest, da es, wie auch sonst, in dem Vertreter von *indra* vorkommt. Obschon diese Deutung möglich ist, halte ich sie nicht für wahrscheinlich, da dann eine Form des *I* ⁘ anzunehmen wäre, die nicht vorkommt. In späterer Zeit, T. VI, 4, V, VII, werden die Spitzen des Quadrats gegen die obere und die untere Linie gekehrt.