Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.20.2
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.20.2
- Language
- German
c6.s3.20.2
5,6) Hultzsch (ZDMG, 40, 71) giebt zu, dass dies Zeichen wie *Ū* aussieht, will aber aus sprachlichen Gründen *O* lesen, was nach E. Müller, Simp. Pali Gr., 12 f. nicht nötig ist. Die Existenz des *Ū* scheint mir für das 3. Jahrh. sicher. 7) *Addie*, die Hufeisenform von K. Ed. V, 16 u. s. w., in der Eindruckstafel S. 12, Nr. 16, C. V, b; das halbrunde *E* von C. XXII erscheint auch in Sānci St. I, Nr. 173. Das in dieser Reihe, C. XXI, gegebene *AI* ist durch das MG.-Alphabet für das 3. Jahrh. gesichert. 8) Betreffs des *O* von Dh. und J. in C. VI s. o., § 4, B. 4, a. 9) Das dolchförmige *ka* kommt sporadisch in allen Versionen vor, am seltensten in G. 10) Unter den sieben Formen des *kha* ist die älteste die von C. II (K.) und von C. VI (J. S. Ed. und Bh.), woraus zunächst das nördliche *kha* mit Schleife rechts, C. III (K., Bh.), und eine C. XVIII sehr ähnliche Form in J. S. Ed. 1, Z. 4, sowie weiter das *kha* mit Punkt und gebogenem Längsstrich, C. IV—V, gebildet wird. Gleichfalls nördlich ist das *kha* aus M. mit dem Dreieck in *khya*, 43, V (vgl. C.MG, Pl. 10, Nr. 3 und Bh.). Das gleichfalls aus dem primären *kha* abgeleitete in C. VII, IX—XII (mit dem Punkte unter der verticalen Linie) ist sowohl südlich (G., Si., Dh., J.) als nördlich (A., DM., M., R., Rā., Bai. I), das aus letzterem mit Weglassung des Punktes gebildete in C. VIII nur südlich (häufig in G.). 11) Das ursprünglich oben spitze *ga* wird mitunter etwas gerundet, C. IV, VI, X—XII.