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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.22

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s3.22

Language
German

c6.s3.22

E. Die Ligaturen. — In den gewöhnlichen Ligaturen der A. Ed. 42, II—VII, X—XII; 43, V—VIII, XI—XII; 44, III—VII, XI—XII; 45, IV—V, X, in denen von Bh. 45, XI und Gha. 42—43, XVI, werden die Consonanten in ihrer natürlichen Ordnung unter einander gesetzt und erleiden die Zeichen keine wesentlichen Veränderungen. Nur dient mitunter, z. B. bei *kyā*, 42, II, IV; *kye*, 42, III; *gyā*, 42, V; *gye*, 42, VI, wie auch jetzt, ein einziger Verticalstrich sowohl für den oberen als für den unteren Buchstaben, vgl. die Khar.-Ligaturen § 11, C. 3. 2) Mitunter finden sich jedoch, besonders in G., grössere Unregelmässigkeiten, indem a) das 2. Zeichen stark verstümmelt oder cursiv wird, wie in *vya*, 44, II, *mya*, 44, VIII, *sti* und *stu*, 45, VIII—IX, b) das 2. Zeichen (in G. und Si.) der Bequemlichkeit halber an die erste Stelle gerückt wird wie in *sṭā*, *sṭī*, 42, VIII—IX; *tpa*, *tpā*, 43, IX—X; *vyā*, 44, X (?), und c) in Verbindungen mit *ra* (in G. und Si.) das *ra* entweder in die Verticallinien des andern Consonanten eingezeichnet wird, wie in *kra*, 9, X; *tram*, 23, X; *dra*, 25, XII; *brā*, 30, X; *vra*, 36, X; *sru*, 39, X, oder (nur in G.) an der Spitze durch ein Häkchen cursiv angedeutet wird, wie in *pra* und *prā*, 28, IX—X. Zu beachten ist, dass die Stellung des *ra* unverändert bleibt, gleichviel ob es vor oder nach dem verbundenen Consonanten zu sprechen ist, dass also z. B. 36, X für *rva* und *vra* gilt. Die Einzeichnung des *ra* in den linken Verticalstrich von *ba* in *brā*, 30, X, wird auf die Zeit zurückgehen, in der das Alphabet linksläufig war. Im rechtsläufigen Alphabet müsste es natürlich, weil folgend, rechts stehen.

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