Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s5.3
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s5.3
- Language
- German
c6.s5.3
Was die Einzelheiten betrifft, so sind folgende Neuerungen speciell zu erwähnen⁷: 1) Neben älteren Formen tritt in dem *A* von C. IV hier die Vorstufe zu dem modernen Nāgarī *A* des westlichen Indiens auf, vgl. T. IV, 1, IX, XI ff.; 2) der Strich zur Bezeichnung der Länge des *Ā*, 2, III—IV, rückt oft tief hinunter, vgl. T. IV, 2, VII ff.; 3) für die drei Punkte des *I*, 3, III, treten drei Striche ein, von denen der rechts vertical steht; 4) der Horizontalstrich des *U*, 4, IV, wird mitunter gekrümmt; 5) die Basis des Dreiecks von *E* wird meist nach oben gekehrt, vgl. T. IV, 5, X ff.; 6) *kha*, 8, III—V, ist stets unten dreieckig und der Haken oft klein; 7) eine der Horizontallinien des *ṇa* wird stets in eine in der Mitte gekerbte Curve verwandelt, häufig aber beide, 20, III—IV; mitunter wird der Verticalstrich geteilt und werden seine Teile mit je einer Hälfte der oberen Barre an die Enden der geraden Basis gesetzt, 20, V; 8) *ta* wird mitunter, aber selten verschleift, wie in *sti*, 43, IV; 9) der untere Strich von *da*, 23, III—V, wird weiter nach rechts gezogen und die Ausbauchung nach links vertieft; 10) *dha*, 24, III—IV, wird bedeutend schmäler und spitzer; 11) der Horizontalstrich des *na* wird gekrümmt, 25, III, oder verschleift, 25, IV, woraus die Form in 25, V weiter entwickelt ist; 12) *ya*, 31, III—V, bekommt meist links eine Curve oder Ringelchen und wird in Ligaturen verschleift (*ryya*, 42, III), oder gewöhnlicher zweiteilig (*ryya*, 41, V); 13) *va* wird mitunter links rund, 34, V, und dem *ca* ähnlich (*rvva*, 42, IV); 14) *śa*, 35, III---V, wird schmäler und sein Mittelstrich horizontal gelegt; bisweilen erhält der linke Strich eine Begrenzungslinie oder wird der rechte verlängert, ebenso wie bei *ga*, 9, V (vgl. T. IV, 36, I ff.); 15) der Mittelstrich des *ṣa*, 36, III---V, geht quer durch den ganzen Buchstaben; 16) das l. Glied des *sa* wird mitunter, aber selten (37, IV) in eine Schleife verwandelt.