Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s6.7
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s6.7
- Language
- German
c6.s6.7
C. Auf der Ostküste, in den Kistna-Districten, entwickelte sich, vielleicht etwas später, etwa im 3. Jahrh. p. Chr., aus dem zuletzt besprochenen Typus eine noch ornamentalere Schrift, die in den Jagayyapetta-Inschriften aus der Zeit des Ikṣvākukönigs Siri-Vīra-Purisadatta (C. XVII---VIII) sowie in einigen Amarāvatī-Inschriften¹² zum Ausdruck kommt. Characteristisch für dieselbe ist die bedeutende Verlängerung der Verticalstriche von *A*—*Ā*, *ka*, *ña*, *ra* und *la*, sowie des mittleren *i*, *ī* und *ū*. Für die etwas spätere Zeit sprechen die Cursivformen von *tha* und *ha*, welches letztere mit der Guptaform (T. IV, 39, I, VI) stimmt und das nach unten gekrümmte m. *e* in *me* (30), das dem der späteren südlichen Inschriften gleicht (vgl. 30, XIX---XX; T. VII, 35, XII) und das m. *ū* in *tū* (21), C. XIX; vgl. T. VII, 30, XX. Abnorm ist das m. *ū* in *tū* (40), wo das Zeichen der Länge oben an den Consonanten gehängt ist.