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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s6.8

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c6.s6.8

Language
German

c6.s6.8

D. Eine gewisse Verwandtschaft im Ductus mit dem Alphabet von Jagayyapetta zeigt die sonst stark cursive Schrift der Prakrit-Landschenkungen der Pallavakönige Vijayabuddhavarman und Śivaskandavarman (C. XIX---XX) von Kāñcī (Conjeveram) aus den Tamil-Districten¹². Es ist aber nicht zweifelhaft, dass diese Dokumente bedeutend später sind als die Jagayyapetta-Inschriften. Eine genaue Bestimmung ihrer Zeit ist bis jetzt unmöglich. Indess lässt der Gebrauch des Prakrit als der offiziellen Kanzleisprache vermuten, dass sie der ersten Hälfte des 4. Jahrh. angehören. Auf die späte Zeit deuten besonders das breite *E* mit dem Verticalstrich rechts (5, XX; vgl. T. VII, 6, XI ff.), das geschwänzte *ḍa* in *ṇḍaṃ* (40, vgl. VII, 19, IV f.), das rechts offene suffigirte *tha* in *ttha* (41, XIX; vgl. VII, 45, XX) und das verschleifte *o* in *lo* (33, XX; vgl. T. VII, 34, III f., XIII, XVII).