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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s2.10.2

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s2.10.2

Language
German

c7.s2.10.2

6) Das gutturale *ṅa* beginnt an Stelle des Anusvāra vor *ṣa* und *ha*, 11, VII, zu erscheinen, vielleicht in Folge der in den Śikṣā gerügten falschen Aussprache⁹. 7) Bei *ja*, 14, I—III, VII—VIII, wird der dritte Horizontalstrich nach links gebogen und endigt mitunter mit einer Curve, wodurch die Neubildungen in C. XXI—XXIII verursacht werden. 8) Das *ña*, 16, I—II; 42, I, VI—VII, XI, erhält vom 5. Jahrh. an häufig der Raumersparnis halber eine cursive Rundform (vgl. *jñaḥ*, T. III, 40, XIV). Daneben bleiben aber ältere eckige Formen, 42, V. 9) Das *ṭa* wird oft, 17, I—III, IX, oben abgeplattet. 10) Das *ṇa* zeigt in 21, I—II einen kleinen Ansatz unten rechts, veranlasst durch eine ungenaue Anfügung des rechten Hakens, und in 21, II ausserdem links eine cursive Schleife. In 21, III ist das Zeichen auf die Seite gelegt und einem Nāgarī *ṇa* nicht unähnlich. 11) Das *tha* wird meist elliptisch oder rechts abgeplattet und erhält statt des Punktes einen Querstrich, 23, I, V—IX, obschon die alte Form, 23, II—III, auch noch vorkommt¹⁰. 12) *Ya* ist meist dreiteilig, 32, I—IX, zeigt jedoch mitunter, besonders in *ye*, *yai* und *yo*, die Übergangsform mit der Schleife (vgl. 32, XIII, XVI; T. VII, 45, XIV), welche zu dem zweiteiligen *ya* führt¹¹. Das älteste Beispiel desselben kommt in FLEET'S Nr. 59 von 371 p. Chr. vor, während die Kuṣaṇa-Inschriften (§ 19, B, 12) schon das suffigirte verschleifte *ya* kennen.