Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s2.10.3

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s2.10.3

Language
German

c7.s2.10.3

13) Das linke Glied von *sa* wird oft, wie in einigen Kuṣaṇa-Inschriften (§ 19, B, 16), in eine Schleife verwandelt, während in den ältesten Nepal-Inschriften ein Dreieck (die Umrisse eines Keiles, wie in 38, XII), erscheint. Ebenso häufig kommt indess der alte Haken vor, seltener dagegen die später gewöhnliche Form, 46, VIII, in der der rechte Teil des Zeichens direct an den Haken angefügt ist. 14) Das seltene *ḷa*, 40, I—III, erscheint noch in FLEET'S Nr. 67, Z. 1. 15) Die mittleren Vokalzeichen stimmen vielfach mit denen des Kuṣaṇa-Typus. Doch ist der oben offene Halbkreis des *ā* in *ṭā*, 17, II, der auch in *ṇā* vorkommt, eine Neubildung. Ferner wird *i* z. B. in *khi*, 8, III, VI, IX stets weiter nach links hinübergezogen als früher, und in einigen Inschriften wie Mathurā, N. S., Nr. 38—39, besteht *ī* nur aus einer Curve nach rechts, obschon die Form mit zwei Hörnern, z. B. in *dī*, 24, I, oder eine Verschleifung derselben (*bhī*, 30, V) die gewöhnlichere ist. Das horizontale *u* nimmt fast durchweg die noch gebräuchliche Curvenform an und tritt in *ru*, 33, III, VI, an das Ende des Consonanten, während es in *gu*, 8, II, VI, *tu*, *bhu*, 30, I, und *śu*, 36, III, aufwärts gebogen wird. Für *ū* erscheint neben einer alten Form in *gū*, 8, IV, und jüngern Combinationen in *bhū*, 30, II, VI, und *ṭṭū*, 42, II, eine später sehr gebräuchliche Cursivform in *dhū*, 25, II, VI.