Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s3.6

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s3.6

Language
German

c7.s3.6

Die zuletzt erwähnten beiden Inschriften sind aber keineswegs die ältesten, welche Nāgarībuchstaben aufweisen. Die ersten unbestritten echten²¹ Proben finden sich in den Namensunterschriften der Gurjarakönige auf den Kupferplatten von Kaira in den Jahren 628 und 633, von Nausarī aus dem Jahre 705 und von Kāvī aus dem Jahre 736²², deren Texte in südlichen Alphabeten geschrieben sind. In den ersten beiden Unterschriften sind die Nāgarībuchstaben sehr in der Minderzahl, indem die meisten Zeichen teils ältere nördliche, teils südliche Formen zeigen. Erst in der dritten Unterschrift erscheinen sie durchweg und sind sie gut ausgeprägt. Die älteste Inschrift aber, welche ganz in diesem Alphabete geschrieben ist, findet sich auf den Kupferplatten des Rāṣṭrakūṭakönigs Dantidurga²³ von 754 p. Chr., aus Sāmaṅgaḍh im südlichen Marathenlande (Kolapur), T. IV, C. XXII. Nahe verwandt mit ihren Characteren sind die Kaṇheri-Inschriften Nr. 15 u. 43, T. V, C. V, die 851 und 877 p. Chr.²⁴ während der Regierungen der Śilāharafürsten Pullaśakti und Kapardin II. verfasst sind.