Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.90
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.90
- Language
- German
c7.s4.90
Unter diesen Formen des Proto-Bengali sind nur sehr wenige Neubildungen. Die grosse Mehrzahl findet sich genau oder beinahe so in den älteren Alphabeten. So schliessen sich *Ṛ*, *Ṝ*, *Ḷ*, *Ḹ* eng an die Formen der Hor. Palmbl., T. VI, 7—10, *V*, *Ū* an die des ältesten Nepal-MS., T. VI, 6, VII (vgl. die Sāradā, VI, 6, IX) und *AU* an die des Bower-MS., T. VI, 14, I—II. Die Zeichen für *A*—*Ā*, *ka*, *na*, *ma*, *ya*, *va*, *ṣa* und *sa* finden sich häufig in den Alphabeten des 8., 9. und 10. Jahrh. in T. IV—V. Für das rechts offene *kha* bietet das Bower-MS. in T. VI, 16, I, für das rechts offene *tha* bietet T. V, 26, IX, und für das *ga* und *ṇa* mit dem rechts über die Linie steigenden Verticalstriche bieten die entsprechenden »gehörnten« Formen aus dem 9.—10. Jahrh. in T. V, 12 u. 24, II—IV, VI, wenigstens Analogien. Auch das dem *va* mehr oder weniger ähnliche *ra* in T. V, 36, XIX; VI, 41, u. 49, X, giebt sich leicht als eine etwas abnorme Entwicklung des alten Keiles am Ende des Buchstabens zu erkennen, welche die Formen aus dem westlichen und centralen Indien in T. V, 36, X, XIII—XIV, XVI, in sehr ähnlicher Weise zeigen. Nur das links offene *E*—*AI*, das *ña* in *ñca*, T. V, 19, XVIII, und in *jñā*, T. VI, 24, X, sowie das *ta* (welches dem der Sāradā gleicht), scheinen locale cursive Neubildungen zu sein.