Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.91
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c7.s4.91
- Language
- German
c7.s4.91
Unter den in das spätere Bengali nicht übergegangenen Eigentümlichkeiten, welche unsere drei Specimina zeigen, sind die kleinen Dreiecke mit der unteren halbrunden Seite und die »nepalesischen Haken« links an den Spitzen verschiedener Buchstaben die auffälligsten und wichtigsten. Das Dreieck findet sich in *kṣi*, T. V, 47, XVIII und überaus häufig in T. V, C. XIX, während der Haken in *ka* und *ta* von T. V, 25 u. 43, XVIII⁴ erscheint. Vergleicht man noch die Tarpan-Dighi-Inschrift des Lakṣmaṇasena⁵, in der die Dreiecke und Haken häufig wechseln, so ist es klar, dass der »nepalesische Haken« cursiv aus dem Dreieck entwickelt ist. Das Dreieck selbst ist aber eine Modification für den Deckstrich mit darunter stehendem Halbkreise, wie er sich mitunter in den ornamentalen Inschriften aus Nord- und Centralindien, z. B. in der Vināyakapāla-Inschrift, T. IV, C. XXIII, in der Cāndella-Inschrift bei C. ASR, 10, Pl. 33, 3, findet. Diese letztere Form hängt wieder mit dem dicken, an den Enden und unten abgerundeten Deckstriche zusammen, der häufig in ornamentalen MSS., wie in Bendall, Cat., Pl. 2, 1—2 und dem Alphabet von T. VI, C. XIV auftritt, und giebt dessen Umrisse.