Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.5
Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.5
- Language
- German
c8.s1.5
§ 28. Der westliche und der centralindische Typus. — A. Der westliche Typus findet sich in Inschriften der älteren Gupta und ihrer Zeitgenossen seit Candragupta II.¹, der Könige von Valabhī², der Gurjara von Broach³, der Calukya von Badami (Pulikeśi II. u. Vijayabhaṭṭārikā), von Nasik und Gujarat und ihrer Vasallen⁴, der Traikūṭaka⁵, der Aśmaka (?) von Khandesh⁶, der Rāṣṭrakūṭa von Gujarat⁷, sowie in zahlreichen Votivinschriften in den Höhlen von Kaṇheri, Nasik und Ajaṇtā⁸. Die Charactere dieser Schrift wurden im gewöhnlichen Leben ohne Zweifel stets, wie die der nördlichen Alphabete (§ 21), mit Tinte geschrieben. Hiefür zeugt der Gebrauch der Keilaufsätze in den Formen der Guptaperiode (T. VII, C. I—III) und der meist dicken, etwas weniger genau gemachten Köpfe der Zeichen in den Valabhī-, Gurjara- und Rāṣṭrakūṭa-Inschriften (T. VII, C. IV—IX u. T. VIII, C. I), die nur mit Tinte gemacht werden können, sowie die Thatsache, dass alle Kupfertafeln aus Gujarat nach dem Formate der Bhūrjablätter zugeschnitten sind (BURNELL), auf denen ein Einritzen mit dem Griffel nicht möglich ist.