Pramāṇa · Search · About · API

Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.6

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c8.s1.6

Language
German

c8.s1.6

Neben derselben wurde auch zu allen Zeiten die nördliche Schrift verwendet, wie die Funde von ganz oder beinahe gleichzeitigen Inschriften mit nördlichen Typen in Rajputana, der Central Indian Agency⁹ und Valabhī, sowie die Nāgarī-Unterschriften der Gurjara-Könige¹⁰ beweisen. Dieser Umstand ist wahrscheinlich der Grund für ihre Beeinflussung durch die nördliche Schrift, welche sich in folgenden Punkten zeigt: 1) in dem *kha* mit grosser Schleife und kleinem Haken (T. VII, 9, I—IX; VIII, 12, I), neben dem nur selten die echte südliche Form erscheint¹¹; 2) in dem rundlichen *ca*, VII, 13, I—IX; VIII, 16, I; 3) in dem alten nicht verschleiften *ta*, VII, 22, I—IX, VIII, 25, I; 4) in dem schmalen *dha* (VII, 25, I—IX; VIII, 28, I; vgl. IV, 25, I—III); 5) in dem verschleiften *na* (VII, 26, I—IX; VIII, 29, I), das genauer mit den nördlichen Formen von T. IV, 26 als mit den südlichen von VII, 26, XIII (vgl. § 29 A) stimmt; 6) in der oft über der Linie stehenden Mātrā des mittleren *e* (z. B. VII, 26, V), *ai* (z. B. T. VII, 10, IV) und *o* (z. B. VIII, 35, I), welches letztere aber in *lo* (VII, 34, III—IV) stets eine eigentümliche verschleifte Form hat; 7) in dem mittleren *au* mit drei Strichen über der Linie (VII, 25, V; 36, III; vgl. IV, 7, IV); 8) in dem suffigirten *ña*, das mitunter, wie in VII, 42, VII, die nördliche Cursivform zeigt. Die in den Tafeln nicht vertretenen Inschriften des CII, 3, Nr. 17 u. 62 zeigen ausserdem nördliches *A* und *ka* ohne Curve am Fusse, welches letztere auch hie und da in Valabhī-Inschriften, z. B. in T. VII, 8, V, vorkommt.

Linked texts (2)