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Indische Palaographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.1

Indische Paläographie von circa 350 a. Chr. – circa 1300 p. Chr. c9.s3.1

Language
German

c9.s3.1

A. Die Wortbezeichnung. — In vielen Handbüchern der Astronomie, Mathematik und Metrik, sowie in den Daten von Inschriften und MSS., werden Zahlen durch die Namen solcher Dinge, Wesen oder Begriffe bezeichnet, welche Zahlenbegriffe natürlich oder nach den Lehren der Śāstra connotiren. Die ältesten Spuren dieses Gebrauchs hat Weber in den Śrautasūtra Kātyāyana's und Lāṭyāyana's nachgewiesen¹. Einzelne Beispiele finden sich im Jyotiṣa und im Bakhshālī-MS. Zahlreichere kommen in Piṅgala's Metrik vor, und von ca. 500 p. Chr. an, findet sich, zuerst in Varāhamihira's Pañcasiddhāntikā, ein immer weiter sich vervollkommnendes System, welches sich auf die Null, sowie auf die meisten Zahlen von 1—49 ausdehnt. In dieser letzten Periode kann für die Namen der als Zahlenbezeichnung gebrauchten Dinge u. s. w., jedes beliebige Synonym eintreten und auch dasselbe Wort für verschiedene Zahlen gebraucht werden. Falls die Namen Composita sind, können sie auch *metri causa* durch ihren ersten oder zweiten Teil vertreten werden. Diese Art der Zahlenbezeichnung ist natürlich erfunden, um die metrische Darstellung des Lehrstoffs zu erleichtern. Die wichtigsten für dieselbe verwendeten Wörter sind²:

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